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Obst und Gemüse sind gesund - für Wunder sorgen sie dennoch nicht.

Krebsvorbeugung mit Obst und Gemüse nur begrenzt möglich

Forscher empfehlen trotzdem den Verzehr

Potsdam (ap). Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung rät weiterhin zum Verzehr von viel Obst und Gemüse. Zwar sei der Krebs vorbeugende Effekt dieser Lebensmittel geringer als bislang vermutet. Dies heiße aber nicht, dass eine solche Ernährung nicht die Gefahr für manche Krebsarten senken könne, betont das Institut.

Darüber hinaus habe sich die Einschätzung bestätigt, dass Obst und Gemüse das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringerten. In den 90er Jahren waren Ernährungsforscher davon ausgegangen, dass sich ein großer Teil der Krebserkrankungen durch spezielle Ernährungsgewohnheiten verhindern lässt.

Zwei große amerikanische Sammelstudien ergaben jedoch kürzlich, dass Obst- und Gemüseverzehr das generelle Krebsrisiko nicht beeinflusst und die Wahrscheinlichkeit für chronische Erkrankungen auch nur wenig verringert. So sahen die Forscher keinen Hinweis darauf, dass der Konsum von Pflanzenprodukten etwa das Brustkrebsrisiko senkt. Allerdings erkrankten die Teilnehmer, die besonders viel Obst verzehrten, seltener an Lungenkrebs.

Nach Einschätzung des Instituts ist die Datenlage über den Einfluss von Obst und Gemüse auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich besser als die für Krebs. Weil hier die präventive Wirkung der Ernährung gut belegt ist, empfiehlt das Institut weiterhin den Verzehr von viel Obst und Gemüse.

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