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Offiziell sauberer Sport. Der Ironman in Frankfurt 2009.

Probleme in Regensburg

Kontrollen bei Ironman negativ

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Alle 56 Dopingtests in Frankfurt haben "keinerlei auffällige Werte oder Befunde" ergeben. Was nicht heißt, dass niemand gedopt hat. Der Veranstalter hat noch ein Problem: Regensburg. Von Frank Hellmann

Wenigstens beim Wettkampf war keiner so dumm, unerlaubte medizinische Hilfsmittel einzusetzen: Alle 56 Dopingtests beim Frankfurt Ironman vom 5. Juli haben "keinerlei auffällige Werte oder Befunde" ergeben, teilte der Veranstalter der Europameisterschaft mit. Das gilt für die Vorwettkampf- (Blutwerte) und die Wettkampfkontrollen (Urintests).

Neben den Profis wurden auch unangekündigt ausgeloste Altersklassenathleten von Nada-Kontrolleuren getestet. Das besagt aber nicht, dass alle Triathleten wirklich sauber waren, da Blutdoping, der Gebrauch von Wachstumshormonen, Insulin oder Epo-Nachfolgepräparaten schwer oder gar nicht nachzuweisen sind. Kurt Denk macht keinen Hehl daraus, dass er die Ironman-Szene für anfällig in Sachen Doping hält.

Derzeit hat der Europa-Geschäftsführer der World Triathlon Corporation (WTC) vor allem damit zu tun, den Schauplatz des zweiten Ironman in Deutschland zu bestimmen. Denk hat mit Oberbürgermeister Hans Schaidinger sehr konkret verhandelt. "Regensburg ist mein Liebling - das sage ich ganz offen."

Noch geht es darum, das Event finanziell abzusichern, weil die Stadt bislang kein Geld zuschießen will. Der Bayrische Triathlon-Verband (BTV) will die für den 29. August 2010 geplante Veranstaltung nicht dulden - der BTV-Vorsitzende schrieb in einem offenen Brief: "Kurt Denk koppelt sich seit zwei Jahren von der Deutschen Triathlon Union ab. Wir werden die Veranstaltung keinesfalls tolerieren." Dazu Denk: "Deren Genehmigung brauchen wir gar nicht."

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