USA komplettieren Halbfinale - Aus für Brasilien

Die USA haben das Gipfeltreffen bei der Frauenfußball-WM gegen Brasilien gewonnen und sich nach einem Elfmeter-Krimi ...

Berlin. Die USA haben das Gipfeltreffen bei der Frauenfußball-WM gegen Brasilien gewonnen und sich nach einem Elfmeter-Krimi als viertes Team für das Halbfinale qualifiziert. Die Amerikanerinnen setzten sich mit 5:3 (2:2, 1:1, 1:0) im Elfmeterschießen gegen das Team um Superstar Marta durch.

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft das US-Team am 13. Juli in Mönchengladbach auf Frankreich. Im zweiten Halbfinale stehen sich in Frankfurt/Main Deutschland-Bezwinger Japan und Schweden gegenüber.

Vor 25 598 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion waren die Amerikanerinnen durch ein Eigentor von Daiane (2. Minute) in Führung gegangen. Doch Marta schien mit zwei Treffern (68./Foulelfmeter/92.) die Partie gedreht zu haben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung rettete Abby Wambach den Weltranglisten-Ersten ins Elfmeterschießen. Dort verwandelte Alex Krieger den entscheidenden Schuss.

US-Verteidigerin Rachel Buehler sah in der 65. Minute wegen einer Notbremse gegen Marta die Rote Karte. Den von Christiane ausgeführten Strafstoß hatte die amerikanische Torhüterin Hope Solo gehalten, die australische Schiedsrichterin Jacqui Melksham ließ den Elfmeter wiederholen, weil eine US-Spielerin zu früh in den Strafraum gelaufen sein soll. Im zweiten Versuch war Marta erfolgreich.

Zuvor hatte Schweden in Augsburg gegen Außenseiter Australien mit 3:1 (2:1) gesiegt. Für den Vize-Weltmeister von 2003 trafen Therese Sjögran (11. Minute), Lisa Dahlkvist (16.) und Lotta Schelin (52.). Ellyse Perrys Tor (40.) half den "Aussies" nicht mehr. Die Skandinavierinnen treffen nun auf Japan, das am Samstag durch ein 1:0 nach Verlängerung Titelverteidiger Deutschland ausgeschaltet hatte.

Ebenfalls am Samstag hatten die Französinnen einen 4:3-Sieg im Elfmeterschießen gegen England und den erstmaligen Einzug in ein WM-Halbfinale gefeiert. Trainer Bruno Bini durfte sich zudem über die Olympia-Qualifikation für London 2012 freuen, die die zwei besten europäischen Teams bei diesem Termin sicher haben.

Vor 26 395 Zuschauern mussten Bini und sein Team lange zittern. Elise Bussaglia glich erst in der 88. Minute mit einem Gewaltschuss die englische Führung durch Jill Scott (59.) aus - und nach torloser Verlängerung eröffnete Abily das Elfmeterschießen mit einem Fehlversuch. Nerven zeigten aber ebenso die Engländerinnen Claire Rafferty und Faye White, die mit dem letzten Schuss die Latte traf. (dpa)

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