Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lewis Hamilton läuft in Sao Paulo durch die Boxengasse.
+
Lewis Hamilton läuft in Sao Paulo durch die Boxengasse.

Formel 1

Kollegen sehen Hamilton vorn

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist für fast alle Formel-1-Kollegen der große Titelfavorit. Aber Kumpeltyp Felipe Massa genießt vor dem entscheidenden Saisonfinale in São Paulo mit Abstand die meisten Sympathien.

São Paulo. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist für fast alle Formel-1-Kollegen der große Titelfavorit. Aber Kumpeltyp Felipe Massa genießt vor dem entscheidenden Saisonfinale in São Paulo mit Abstand die meisten Sympathien.

"Ich würde mein Geld auf Lewis setzen. Er wird den Sack zumachen", legte sich BMW-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach vor dem Großen Preis von Brasilien eindeutig fest. "Aber Felipe wäre mir lieber, da ich besser mit ihm zurechtkomme und wir gemeinsam bei Sauber fuhren. Ich mag ihn sehr." David Coulthard urteilte: "Lewis ist klar im Vorteil."

Sieben Punkte Vorsprung bedeuten ein komfortables Polster für Hamilton. Selbst wenn sein Ferrari-Rivale sein Heimrennen am 02. November gewinnen sollte, genügt dem McLaren-Mercedes-Piloten ein fünfter Platz zum Titel-Triumph. Überquert Massa im "Autodromo José Carlos Pace" als Zweiter die Ziellinie, reicht Hamilton sogar Rang sieben. Im Vorjahr verspielte der Brite zwar einen gleich großen Vorsprung nach Fahrfehlern und einem technischen Defekt, aber er befürchtet nicht, dass sich dieses Desaster wiederholen könnte: "Ich habe aus dem Ganzen gelernt", versicherte der 23-Jährige gelassen.

Die sieben Punkte, die fahrerische Klasse sowie der schnelle und zuverlässige Silberpfeil sind die Hauptargumente für die Fahrer, auf Hamilton zu setzen. "Lewis hat die WM die meiste Zeit der Saison angeführt und es sollte für ihn eigentlich nur eine Formalität sein", sagte Coulthard. "Felipe hat sich in meinen Augen am meisten entwickelt. Beide wären würdige Weltmeister." Für den schottischen Red-Bull-Piloten wäre ein salomonischer Saisonschluss, wenn Massa den Grand Prix gewinnen und Hamilton den Titel holen würde.

Monza-Sieger Sebastian Vettel führt die "bessere Ausgangslage" Hamiltons als Hauptgrund ins Feld. "Lewis ist Favorit, und wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird er Weltmeister", sagte der Toro-Rosso-Pilot aus Heppenheim. Adrian Sutil (Gräfelfing/Force-India) drückt seinem "guten Freund" auch aus persönlichen Gründen die Daumen. "Ich denke, Lewis packt es. Ich würde mich freuen."

Selbst die Brasilianer sehen den Briten trotz gewisser landsmannschaftlicher (Zwangs)-Sympathien klar im Vorteil. "Lewis ist sehr stark, so stark wie Felipe, und in einer relativ komfortablen Situation", sagte Nelson Piquet Junior (Renault). Für Rubens Barrichello steht Massa "eigentlich vor einer 'mission impossible'. Aber Kimi Räikkönen glückte dies im Vorjahr. Felipe muss das Rennen gewinnen und dann sehen, was passiert." Beide drückten sich um eine Antwort, ob sie Massa im Ernstfall unterstützen würden.

Für Nico Rosberg könnte das Wetter die WM wesentlich beeinflussen: "Wenn es regnet, sprechen die Reifen gegen Ferrari." Der Williams-Toyota-Pilot aus Wiesbaden räumt Massa aber mit Blick auf 2007 "noch eine Chance ein". Wer letztendlich den Titel holt, ist ihm egal: "Ich versteh' mich mit beiden gut und gönne es beiden." Bei Timo Glock (Wersau/Toyota) schwingt ein gewisses Mitgefühl für Massa mit. "Er hat mehr Punkte als Lewis unverschuldet verloren", sagte er.

Fernando Alonso hat als einziger außer Massas Teamkollege Kimi Räikkönen, dem längst entthronten Titelverteidiger, dem Ferrari-Verfolger klare Unterstützung angekündigt. "Ich helfe Felipe, wenn ich kann", sagte der Spanier. Für den zweifachen Champion wäre es eine Genugtuung, wenn sein ehemaliger McLaren-Mercedes-Teamkollege Hamilton erneut scheitern würde. Alonso sieht sich als Opfer einer klaren Stallregie des britisch-deutschen Teams im Vorjahr zugunsten des Zöglings von Teamchef Ron Dennis. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare