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Schwaz-gelbe Glückseligkeit im Signal-Iduna-Park.
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Schwaz-gelbe Glückseligkeit im Signal-Iduna-Park.

Dortmund ist Deutscher Meister

König Klopp

Der BVB und sein Trainer Jürgen Klopp haben eine überragende Bundesliga-Saison mit dem siebten Meistertitel gekrönt. Nach dem 100. Spiel für Dortmund fühlt der Meistermacher aber mehr Erleichterung als Euphorie.

Der BVB und sein Trainer Jürgen Klopp haben eine überragende Bundesliga-Saison mit dem siebten Meistertitel gekrönt. Nach dem 100. Spiel für Dortmund fühlt der Meistermacher aber mehr Erleichterung als Euphorie.

Dortmund tanzt in schwarz-gelber Glückseligkeit in den Mai. Ausgelassen, stolz und glücklich feiert die Stadt am Samstag die siebte Deutsche Meisterschaft des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Um 17.21 Uhr kennt der Jubel in der westfälischen Metropole kein Halten mehr. Der BVB schlägt den 1. FC Nürnberg mit 2:0, Bayer Leverkusen verliert gleichzeitig in Köln, die Meisterschaft für Dortmund ist perfekt. Bei den BVB-Fans herrscht Jubel und zugleich Erleichterung. Denn nach der Achterbahnfahrt an den vergangenen Spieltagen ist es geschafft. Gefeiert wird im Stadion, auf den Straßen und in den Kneipen.

Als all seine Mitspieler längst auf dem Weg zum Edel-Italiener waren, stand Kevin Großkreutz noch immer grölend vor der Umkleidekabine. Mit dem Outfit eines Punks, das ihm Verteidiger Felipe Santana noch auf dem Rasen verpasst hatte, sang der kahlköpfige Nationalspieler selbst über zwei Stunden nach der Partie inbrünstig wieder und wieder das Vereinslied. Bei keinem anderen Profi im Team von Borussia Dortmund war die Freude über den siebten Meistertitel größer. „Ich habe Gänsehaut, ich zittere am ganzen Körper“, gestand der gebürtige Dortmunder, „das ist doch Wahnsinn. Noch vor zwei Jahren stand ich selbst noch da oben auf der Tribüne.“

Inmitten der brodelnden Kulisse reagierte der ansonsten impulsive Klopp vergleichsweise gefasst. Mehr besinnlich als berauscht schloss er seine Profis der Reihe nach in die Arme. „Es fühlt sich anders an, als ich vorher gedacht hatte. Der Druck war größer, als wir uns vielleicht eingestanden haben. Deshalb ist die Erleichterung tausendmal größer als die Euphorie“, kommentierte der klatschnasse Fußball-Lehrer seinen ersten Titelgewinn.

Dank der Treffer von Lucas Barrios (32.) und Robert Lewandowski (43.) bebte die "Gelbe Wand" des ausverkauften Signal Iduna Parks schon vor dem Schlusspfiff. Im 100. Spiel von Jürgen Klopp auf der BVB-Trainerbank erwischte die Borussia zwar einen dürftigen Start. Was immer der Spitzenreiter auch versuchte, blieb lange wirkungslos. Die glänzend organisierte Abwehr der Gäste erwies sich als sattelfest. Deshalb blieben Torchancen Mangelware. Einen Fernschuss von BVB-Mittelfeldspieler Antonio da Silva (12.) parierte Keeper Raphael Schäfer. Auf der Gegenseite schoss Innenverteidiger Andreas Wolf (14.) aus kurzer Distanz über das Tor.

Mit zunehmender Spielzeit wuchs beim Gastgeber die Nervosität. Ungewohnt viele Zweikämpfe gingen verloren, die Fehlpassquote war hoch wie selten. Als sich die Franken anschickten, mehr und mehr die Regie zu übernehmen, verhalf dann aber ein Tor aus dem Nichts der Borussia aus der Klemme. Einen Flachschuss von Mario Götze konnte Schäfer nur abklatschen und Barrios drückte den Ball aus drei Metern über die Linie.

Das 1:0 nahm den Tabellenführer die Anspannung. Bis zur Pause fand er zurück zur Spielkultur vergangener Tage. Nach einer Flanke von Lukasz Piszczek war Barrios (37.) bei einem Kopfball seinem 15. Saisontreffer nahe. Nur fünf Minuten später verwandelte Lewandowski das Stadion in ein Tollhaus: Mit einem Heber über «Club»-Torhüter Schäfer sorgte der polnische Nationalspieler für das vorentscheidende 2:0.

Nach Wiederanpfiff drosselte die Borussia das Tempo und verstärkte die Torsicherung. Das tat der guten Stimmung auf den Tribünen keinen Abbruch. Im Gegenteil: Als Stadionsprecher Norbert Dickel per Mikrofon in der 65. Minute den Führungstreffer der Kölner gegen Leverkusen bekanntgab, erbebte das Stadion in seinen Grundfesten. Im Jubelsturm der Anhänger gingen die letzten Minuten der Partie nahezu unter. Dabei bot sich Barrios nach Flanke von Götze in der 79. Minute per Kopf noch die große Chance, auf 3:0 zu erhöhen. (dpa/dapd)

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