Kleinert sorgt sich um Zukunft des Kugelstoßens

Kugelstoßerin Nadine Kleinert fürchtet nach dem Dopingfall und der Disqualifikation von Olympiasiegerin Nadeschda Ostaptschuk ...

Berlin. Kugelstoßerin Nadine Kleinert fürchtet nach dem Dopingfall und der Disqualifikation von Olympiasiegerin Nadeschda Ostaptschuk um die Zukunft ihrer Sportart.

Es sei traurig, dass es wieder das Frauen-Kugelstoßen erwischt habe, sagte sie der Zeitung "Die Welt". "Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn uns keiner mehr bei Wettkämpfen haben möchte."

Dabei sei die gedopte Weißrussin im Kreis der starken Frauen schon vorher isoliert gewesen. "Zu ihr hat keine andere Kugelstoßerin eine Beziehung", sagte Kleinert. "Sie ist eine Eigenbrötlerin, hängt doch nur am Rockzipfel ihre Trainers." Der coachte bereits die Olympiasiegerin von Sydney 2000, die Weißrussin Janina Karoltschik, die drei Jahre darauf des Dopings überführt wurde. "Dieser Trainer müsste auch endlich lebenslang gesperrt werden", forderte Kleinert. "Solche Leute haben im Sport einfach nicht zu suchen."

An ein Comeback der jetzt überführten Ostaptschuk glaubt Kleinert nicht. "Die hat sich ihr eigenes Grab geschaufelt und wird sicher nicht mehr wiederkommen." Ohnehin befürworte sie eine lebenslange Sperre für Dopingsünder - und sogar Gefängnisstrafen. "Ich glaube, Doper überlegen es sich dreimal, ob sie es tun oder nicht, wenn sie in den Knast müssen." (dpa)

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