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Max Kepler (24) geht für die Minnesota Twins bereits in seine dritte MLB-Spielzeit.
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Max Kepler (24) geht für die Minnesota Twins bereits in seine dritte MLB-Spielzeit.

Baseball

Max Kepler vor kniffliger Saison

Max Kepler ist in den USA ein Exot. Als Europäer in der Major League Baseball hat er Seltenheitswert. Der gebürtige Berliner gehört bei den Minnesota Twins aber mittlerweile zum Stammpersonal.

Von seinem vollständigen Familiennamen musste sich Max Kepler in den USA trennen. Eigentlich heißt der Berliner Max Kepler-Rozycki, doch auf seinem Trikot mit der Rückennummer 26 war einfach nicht genug Platz.

Als Max Kepler hat sich der mittlerweile 24-Jährige längst einen Namen in der Major League Baseball (MLB) gemacht. Der Right Fielder der Minnesota Twins bestreitet in der am Sonntag beginnenden Saison nun schon seine dritte MLB-Spielzeit. „Baseball ist fast wie mein Leben, es macht mich glücklich“, schwärmte Kepler, der sich wenige Tage vor dem Auftakt eine kleine Fingerverletzung zuzog.

Keplers Weg in die stärkste Baseball-Liga der Welt war lang. In der Jugend stand er noch im Fußball-Tor von Hertha BSC, auch im Tennis war er ein Talent, doch dann entdeckte er die Keule für sich. „Wir können nichts mehr für ihn tun. Er wird auf dem Feld streitlustig“, zitierte Mutter Kathy Kepler einen früheren Baseball-Trainer ihres damals 14 Jahre alten und hochbegabten Sohnes.

Der ehrgeizige Kepler musste weiterziehen. Im Internat in Regensburg reifte er, 2009 nahmen dann die Minnesota Twins Kepler für ein Handgeld von fast 800 000 Dollar unter Vertrag. „Ich wollte ins Ausland und Baseball war das Ticket dafür“, erzählte er einmal der „Star Tribune“ in Minneapolis. „Ich wollte dieses Risiko eingehen und mir eine Chance geben.“

Zusammen mit seiner Mutter zog Kepler nach Fort Myers in Florida. Direkt gegenüber von seiner High School trainierten die Nachwuchsteams der Twins, zudem absolvieren die Profis dort Teile ihrer Saisonvorbereitung. Optimaler Anschauungsunterricht.

Im Herbst 2015 debütierte Kepler schließlich. Der damals 22-Jährige war nach Donald Lutz, der 2013 für die Cincinnati Reds seine MLB-Premiere feierte, erst der zweite Deutsche in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga. Beim 12:5 gegen die Cleveland Indians im Sommer 2016 schlug der Exot sogar drei Homeruns. Das hatten vor ihm nur vier Twins-Profis geschafft.

Kepler lässt sich von Glanzleistungen nicht blenden, von schweren Phasen nicht aus dem Konzept bringen. „Er verlangt eine Menge von sich, ist sehr smart und zielstrebig“, sagte Twins-Manager Paul Molitor über den europäischen Ausnahmeprofi, der seine Leistungen nun bestätigen muss.

Die Anlagen hat Kepler von seinen Eltern. Seine Mutter Kathy Kepler, eine Texanerin, und sein Vater Marek Rozycki, ein gebürtiger Pole, waren in Berlin professionelle Balletttänzer. Disziplin und Ehrgeiz liegen in der Familie. „Ich wäre nie soweit ohne meine Mutter gekommen, weil sie mir den Anstoß gegeben hat zu entdecken, was mir der Baseball zu bieten hat“, erzählte einmal ihr Sohn.

Die Minnesota Twins erwarten weiter viel von Kepler. Nach 103 Niederlagen in 162 Partien der vergangenen Saison müssen Molitors Schützlinge versuchen, in die Nähe einer ausgeglichenen Bilanz zu kommen. Um die World Series konkurrieren ganz andere Teams. Dank ihres ersten Championats seit 1908 gehen die Chicago Cubs als Favorit in die Saison. „Ich will ein Gewinner sein“, betonte Cubs-Star Kris Bryant mit Blick auf weitere Titel.

Das letzte Team, das seinen Coup wiederholen konnte, waren die New York Yankees, die gleich dreimal nacheinander von 1998 bis 2000 ganz oben standen. Chancen auf den Gewinn der World Series rechnen sich jedoch auch Finalkontrahent Cleveland Indians, die Los Angeles Dodgers oder die Boston Red Sox aus. Irgendwann will Kepler auch in diese Region vorstoßen. (dpa)

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