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Verdächtiges Spiel? Hannover 96 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. November 2005.
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Verdächtiges Spiel? Hannover 96 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. November 2005.

Fußball

"Keine Anhaltspunkte" für Manipulation

Laut einem Nachrichtenmagazin droht dem deutschen Fußball ein neuer Wettskandal. Zwei Begegnungen im Jahr 2005 seien auffällig gewesen. Der DFB weist den Verdacht zurück.

Frankfurt (ap) - Dem deutschen Fußball droht ein neuer Wettskandal: Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" befand, dass die Partien Hannover 96 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. November 2005 und das Zweitliga-Spiel Karlsruher SC gegen Sportfreunde Siegen am 7. August 2005 "auffällig" seien. Ligaverband und Deutscher Fußball-Bund (DFB) haben nach eigener Aussage bislang keine Anhaltspunkte für Manipulationen.

Im Zentrum des Verdachts steht laut "Spiegel" ein Malaysier, der im Juni 2007 vom Frankfurter Landgericht wegen versuchter Manipulation von Spielen in der deutschen Regionalliga und in Österreichs erster Liga zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt wurde. Die jetzt auffälligen Spiele seien nicht Gegenstand des Prozesses gewesen.

Das Magazin verweist auf Unterlagen des Ermittlungsverfahrens wie die 208 Seiten umfassende Aufzeichnung der Internetwetten des Mannes mit seinen asiatischen Verbindungsleuten. Zahlreiche Indizien deuteten überdies darauf hin, dass er persönliche Kontakte zu den Mannschaften des 1. FC Kaiserslautern, des Karlsruher SC und der Sportfreunde Siegen gehabt habe. Alle Spieler, deren Verbindungen zu dem Wettpaten der "Spiegel" offengelegt habe, hätten ihre Unschuld beteuert.

Vier Millionen auf Heimsieg gesetzt

Der Malaysier setzte laut dem Bericht bei asiatischen Buchmachern auf die Niederlage des FCK in Hannover 2,8 Millionen Euro. Hannover gewann 5:1, der Mann verdiente etwa 2,2 Millionen Euro. Vor dem Spiel des KSC gegen Siegen setzte er annähernd vier Millionen Euro auf einen Heimsieg, Karlsruhe siegte 2:0.

Der Malaysier, der nach seiner Verurteilung Anfang Juni 2007 gegen Melde-Auflagen und eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro freigelassen wurde, ist dem Bericht zufolge im Ausland untergetaucht. Gegen ihn bestehe deshalb in Deutschland seit Mitte Januar ein Haftbefehl.

"Das halte ich für absoluten Schwachsinn"

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Verdachtsmomente bekräftigten Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball und DFB-Präsident Theo Zwanziger, dass beide Verbände eine umfassende Aufklärung der Angelegenheit anstrebten. Schon am Samstagvormittag sei das Unternehmen Sportradar mit einer Analyse der genannten Begegnungen beauftragt worden.

Man sammle nun belegbare Fakten und prüfe diese gewissenhaft.Falls erforderlich würden die DFB-Rechtsgremien sofort Ermittlungen einleiten. Darüber hinaus wollen Ligaverband und DFB auch die zuständigen Strafverfolgungsbehörden auf Wunsch bei ihrer Arbeit unterstützen.

Rene C. Jäggi, zum Zeitpunkt des fraglichen Spiels Präsident des 1. FC Kaiserslautern, erklärte bei stern.de zu den Vorwürfen: "Das halte ich für absoluten Schwachsinn." Untersucht werden müsse die Angelegenheit aber trotzdem. Kaiserslauterns derzeitiger Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz sagte: "Die Sache wird sicher untersucht werden. Im betreffenden Spiel waren Spieler beteiligt, die heute nicht mehr für den FCK spielen."

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