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Zuschauer im BC Place Stadium.
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Zuschauer im BC Place Stadium.

Olympische Schlussfeier

Kanada sagt danke und ade

Im mit 50.000 Zuschauern gefüllten BC Place Stadium in Vancouver ist die Abschlussfeier der XXI. Olympischen Winterspiele über die Bühne gegangen. IOC-Präsident Jacques Rogge erklärt sie doch tatsächlich für beendet. Von Markus Wanderl

Von Markus Wanderl

Im BC Place Stadium in Vancouver sind vor 50.000 Zuschauern und Millionen von Menschen an den Bildschirmen mit der Abschlussfeier die XXI. Olympischen Winterspiele zu Ende gegangen. Was war's noch mal schön. 1000 in alle vorstellbaren Kostüme gewandete Akteure legten sich ins Zeug, ebenso die kanadische Band Inward Eye, die den Menschen zwischen Vancouver Island und Whistler durchaus ein Begriff ist.

Vancouvers Bürgermeister Gregor Robertson übergab die olympische Flagge an den Bürgermeister Sotschis (Russland, Küstenort am Schwarzen Meer), wo 2014 die nächsten Winterspiele ausgetragen werden. In einer Präsentation zeigten die Russen, was in vier Jahren von Sotschi zu erwarten ist. Viel Schnee nämlich, mit dem Vancouver und Umkreis die zurückliegenden zwei Wochen ja eher nicht hatte prahlen können. Es gab Live-Bilder aus Sotschi zu sehen und sogar vom Roten Platz in Moskau, auf dem einst der Deutsche Mathias Rust mit einer gemieteten Cessna 172 P landete. Aber das ist ein anderes Thema.

Die so genannte Messlatte für den Gastgeber der Winterspiele von 2014 ist jedenfalls hoch, denn auch in seinen Schlussworten lobte ein mal gerührter, mal freudestrahlender IOC-Präsident Jacques Rogge (der gefühlte 84 Jahre gealtert ist in seiner Amtszeit) die kanadischen Gastgeber noch einmal in den höchsten Tönen. "Danke Kanada", sagte er, "die Jugend der Welt rufe ich auf, 2014 wieder nach Sotschi zu kommen. Die Olympischen Winterspiele erklärte er für beendet. Das musste er machen, denn sonst feiern die Kanadier womöglich in vier Monaten noch Olympia.

John Furlong, gefeierter Vorsitzender des Vancouver Organisationskomitees, wies in seiner Rede noch einmal auf die Kraft des Sports hin, alle Menschen zusammenzuführen und auf das Zusammenrücken des kanadischen Volkes durch die Spiele. Mit wie vielen Indianern er gesprochen hat, die das bestätigt haben, müsste vielleicht noch mal jemand recherchieren. Als Furlong in einem Nebensatz den Sieg des kanadischen Eishockey-Teams erwähnte, tobten die Menschen im Stadion, als stünde jedem von ihnen plötzlich eine Million kanadische Dollar zu. Furlong bedankte sich noch bei den Helfern, die einen magischen Beitrag zum Gelingen der Spiele geleistet hätten. Und das ja fast für umsonst.

Unter tosendem Jubel betrat dann tatsächlich Neil Young die Bühne. Er sang und spielte die Mundharmonika, aber nicht so gut wie einst Charles Bronson in "Spiel mir das Lied vom Tod". Dann erschien eine Frau mit blonder Mähne, die seltsame Schreie von sich gab. Sie wurde von mit Besen schrubbenden Männern begleitet. Das sollte eine Parodie auf die Curling-Wettbewerbe und auch lustig sein. War's auch ein bisschen.

Dann sang noch der kanadische Superstarsänger Michael Bublé und hernach eine blonde Frau und eine dunkelhaarige Frau und noch eine dunkelhaarige Frau. Am Ende gab's dann noch viel farbenträchtiges Spektakel, und richtig laut wurde es auch noch mal. Wird Zeit, dass in Vancouver und des Nachts in bundesdeutsche Wohnzimmer wieder Ruhe einkehrt. In diesem Sinne: Gute Nacht und guten Morgen.

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