Kommentar 1860 München

Joker verspielt

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Fußball mit einem Sugar Daddy kann wirklich sehr viel Spaß machen, man muss halt bei der Wahl des Geldgebers nur das richtige Händchen haben. Das zeigt das Beispiel Paris St. Germain, wo die Franzosen nach zwei Jahrzehnten der Trostlosigkeit in diesen Tagen als die glücklichsten Anhänger des Landes ins Stadion gehen. Dank der Großzügigkeit katarischer Scheichs, die offensichtlich keine Grenzen kennt. So gesehen ist das Problem des TSV 1860 München nicht etwa der größenwahnsinnige, undurchschaubare und wohl auch unzuverlässige Investor aus Jordanien, sondern der Vorstand, der für die Wahl des Investoren verantwortlich ist. Der Vorstand, der beim Zweitligisten mit der erstklassigen Vergangenheit bekanntermaßen von Dieter Schneider und Franz Maget gebildet wird.

Fußball mit einem Sugar Daddy kann wirklich sehr viel Spaß machen, man muss halt bei der Wahl des Geldgebers nur das richtige Händchen haben. Das zeigt das Beispiel Paris St. Germain, wo die Franzosen nach zwei Jahrzehnten der Trostlosigkeit in diesen Tagen als die glücklichsten Anhänger des Landes ins Stadion gehen. Dank der Großzügigkeit katarischer Scheichs, die offensichtlich keine Grenzen kennt. So gesehen ist das Problem des TSV 1860 München nicht etwa der größenwahnsinnige, undurchschaubare und wohl auch unzuverlässige Investor aus Jordanien, sondern der Vorstand, der für die Wahl des Investoren verantwortlich ist. Der Vorstand, der beim Zweitligisten mit der erstklassigen Vergangenheit bekanntermaßen von Dieter Schneider und Franz Maget gebildet wird.

Zwei tüchtige Männer sind das, zwei ehemalige, einigermaßen rechtschaffene Politiker, die zwar jede Menge Leidenschaft für die Sechzger mit ins Amt gebracht haben, aber eben nicht das Zeug, um aus einem seit Jahren ums Überleben kämpfenden Verein einen Verein mit Perspektive zu machen. Gescheitert sind die beiden, wie fast alle ihre Vorgänger, sei es der verschlagene ehemalige Bundestagsabgeordnete Erich Riedl, der verwegene Großgastronom Karl-Heinz Wildmoser oder der verschämte Fleischhändler Karl Auer. Ja, auch Schneider und Maget können nicht anders, auch sie brechen nicht mit der unheilvollen Traditionslinie in der Geschäftsstelle der Sechzger, sondern erweitern ebendiese um ein weiteres Kapitel. Willkommen im Klub der Versager!

In Anbetracht der aktuellen Situation ist dieses Unvermögen freilich fatal. Die Löwen sind nach dem Auszug aus dem Grünwalder Stadion und dem Desaster mit der Allianz Arena seit geraumer Zeit ein Verein ohne Heimat. Ein Verein, der seine wichtigste natürliche Ressource, also die Liebe seiner Fans, fast aufgebraucht hat. Und ein Verein, der den Joker Sugar Daddy extrem leichtfertig verspielt hat.

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