Sebastian Vettel , 33, hat noch keine Lust auf vorzeitigen Ruhestand. dpa
+
Sebastian Vettel , 33, hat noch keine Lust auf vorzeitigen Ruhestand.

Formel 1

James-Bond-Auto für Vettel?

Bleibt Sebastian Vettel der Königsklasse nach seinem Aus bei Ferrari doch erhalten? Ein Wechsel zu Aston Martin deutet sich an.

Steigt Sebastian Vettel im nächsten Jahr hinter das Lenkrad eines Aston Martins? Also in ein Auto der Marke, mit dem auch der legendäre Geheimagent James Bond im Kino auf Verbrecherjagd geht. 00-Vettel: Es wäre ein spektakulärer Coup. Und ist im Moment wohl das realistischste Szenario, in dem Vettel der Formel 1 erhalten bliebe.

„Meine Zukunft ist weiterhin offen. Es ist noch gar nichts entschieden“, sagte Vettel zu den anhaltenden Gerüchten über einen bevorstehenden Wechsel dem Onlineportal F1-Insider.com: „Auch ein Jahr Pause, vieles ist noch möglich.“ Keine Bestätigung des Deals, aber ein klares Dementi in der Formel 1 hört sich anders an.

Was macht Vettel also? Vor dem Großen Preis von Ungarn (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) ist die Zukunft des Ex-Weltmeisters einmal mehr das beherrschende Thema in der Königsklasse. Spekuliert wird schon lange, nun berichtet die Bild-Zeitung, dass der 33-Jährige „vor der Unterschrift bei Aston Martin“ stehe. Das Werksteam wird ab der Saison 2021 aus dem Rennstall Racing Point hervorgehen – und angeblich seien „nur noch Details zu klären“ mit dem milliardenschweren Mehrheitseigner Lawrence Stroll.

Klar, ein Cockpit bei Mercedes oder eine Rückkehr zu Red Bull klingen verlockender. Aber Vettel darf nicht wählerisch sein, wenn er nach dem Aus bei Ferrari zum Saisonende weiter in der Formel 1 fahren will. Und ein Transfer könnte sich durchaus für beide Seiten lohnen.

Gepusht von dem vielen Geld des kanadischen Unternehmers, mit dem sich Vettel bereits in dessen Feriendomizil in Gstaad getroffen haben soll, plant Aston Martin den Angriff auf die Formel-1-Spitze. Ein Star wie Vettel würde dem Start dieses Projekts ein Gesicht geben und Publicity verschaffen. Vettel wäre zudem der ideale Fahrlehrer für Strolls Sohn Lance, dem potenziellen Teamkollegen des Heppenheimers.

Der Hesse selber könnte weiter seinem geliebten Hobby nachkommen. „Ich will in der Formel 1 weiterhin etwas erreichen“, hatte Vettel zuletzt gesagt, „nicht bloß teilnehmen oder noch ein bisschen Geld abgreifen. Ich habe noch etwas zu beweisen, vor allem mir selbst.“

Vettel äußerte sich unlängst auch sehr lobend über die Arbeit beim zukünftigen Aston-Martin-Rennstall. Aber im Fall der Fälle gäbe es da noch ein kleines Problem – denn neben Lance Stroll, als Sohn des Teambesitzers quasi unkündbar, besitzt auch Sergio Perez noch einen Vertrag für das kommende Jahr. Doch nach Bild-Informationen enthält der Kontrakt „eine Abfindungs-Klausel, die bis 31. Juli aktiviert werden kann“. Demnach könnte der Vertrag zwischen dem Mexikaner und dem Team „für einen hohen einstelligen Millionenbetrag“ vorzeitig aufgekündigt werden.

So weit ist es wohl noch nicht. Und nach dem missratenen Saisonstart will sich Vettel darauf konzentrieren, nach sechs Jahren einen würdigen Abschied in Rot hinzulegen. „Das Einzige, was sicher ist: Ich werde bis Saisonende alles versuchen, um mit Ferrari aus dem momentanen Tief rauszukommen“, sagte er. (sid)

Kommentare