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Will jetzt die Top 16 angreifen: Andrea Petkovic.
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Will jetzt die Top 16 angreifen: Andrea Petkovic.

Tennis

Hype in der Heimat

Bis ins Halbfinale hat es Tennisstar Andrea Petkovic beim WTA-Turnier in Miami geschafft - und viele Weltklassespielerinnen besiegt. Durch ihre Erfolge in Florida hat die Darmstädterin viele neue Fans gefunden - auch in ihrer hessischen Heimat.

Nach den Tränen über die verpasste Finalteilnahme ging für Andrea Petkovic in Florida die Sonne schnell wieder auf. „In dieser Woche habe ich angefangen, so richtig an meine Fähigkeiten als Topspielerin zu glauben. Das war die Bestätigung für mich, die mir sehr viel Selbstvertrauen gibt“, sagte die Tennisspielerin trotz der 6:3, 0:6, 2:6-Niederlage im Halbfinale von Miami gegen die Russin Maria Scharapowa.

Sogar Steffi Graf ist schon ein Fan der Darmstädterin. Die einst beste Tennisspielerin der Welt war begeistert von den Auftritten der Hessin ? und rief kurzerhand Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner an. „Steffi sagte mir, Andrea werde ihren Weg gehen. Denn sie sei eine, die extrem hart an sich arbeite“, sagte Rittner.

105 Dinge zum Verbessern

Steffi Graf muss es wissen. Jüngst hatte sie in Las Vegas 45 Minuten mit der deutschen Nummer eins trainiert. Für Petkovic selbst, die am Montag erstmals in den Top 20 der Weltrangliste auftauchen wird, scheint es auf dem Weg Richtung Spitze keine Limits zu geben. „Das Gute ist, dass ich selbst bei den Siegen gegen wirklich gute Spielerinnen gedacht habe: Mensch, in meinem Spiel gibt es noch 105 Dinge, die ich verbessern kann. Und das ist doch ein gutes Zeichen“, sagte die 23-Jährige und strahlte. Nächstes Ziel ist der Angriff auf die Top 16.

Nach ihren Siegen über die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) und Jelena Jankovic (Serbien) hat die flippige Einser-Abiturientin Petkovic besonders in der Heimat einen kleinen Hype ausgelöst. Ein Radiosender spielt mittlerweile ihren vor Jahren selbst eingesungenen Song „Ich will ’ne Band sein“. Signierte Fotos der Hessin haben in den letzten Tagen zum Teil um 100 Prozent an Wert gewonnen. Auf ihrer Facebook-Seite spendeten Petkovic in den Stunden nach dem Ausscheiden rund 200 Anhänger Trost. „1000 neue Fans an einem Abend“, schrieb einer, während andere schon dem „Petko-Dance“ nachtrauerten. Die Sportlerin hat ihr Markenzeichen nach dem K.o. „in Rente“ geschickt. Allerdings kündigte Novak Djokovic (Serbien) an, den Tanz zu übernehmen. „Er hat schon ein paar Versuche gemacht, aber das war nicht wirklich mein Tanz. Da muss er noch ein wenig daran arbeiten“, sagte Petkovic, die sich nach ihrer Rückkehr auf die kommenden beiden Höhepunkte vorbereitet. Am 16./17. April steht das Playoff-Spiel um den Aufstieg in die Fed-Cup-Weltgruppe gegen die USA in Stuttgart an, in der Woche darauf an gleicher Stelle das WTA-Turnier. Die Vorfreude ist groß. Petkovic: „Es ist immer etwas Besonderes für mich, in der Heimat zu spielen.“

Dass auch das Interesse der Medien an der eloquenten Politik-Studentin mit dem Starpotenzial sprunghaft gestiegen ist, weiß nicht zuletzt Rittner: „Ich werde versuchen, sie da etwas zu schützen und ihr zu helfen“, sagte die Teamchefin, die auf ihr Zugpferd setzt: „Von Andreas Erfolgen können alle im Team profitieren.“ (sid)

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