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Huub Stevens - eine Rückkehr voller Emotionen

Geduldig und höchst bereitwillig erfüllte der Rückkehrer Huub Stevens fast alle Wünsche seiner Fans: Hier ein gemeinsames ...

Gelsenkirchen. Geduldig und höchst bereitwillig erfüllte der Rückkehrer Huub Stevens fast alle Wünsche seiner Fans: Hier ein gemeinsames Digicam-Foto, dort eine Unterschrift, hier noch ein Autogramm, da ein freundlicher Klaps auf die Schulter oder gar eine Umarmung.

Stevens hatte nicht nur beim Training auf dem Rasen jede Menge zu tun, sondern musste auch Begehrlichkeiten königsblauer Anhänger befriedigen.

Er tat es gern - genauso gern, wie er jetzt den Schritt zurück in die Zukunft machte. Am 11. Mai 2002 beendete der Niederländer seine erste Karriere «auf Schalke» mit dem Gewinn des DFB-Pokals. Jetzt haben sie Hubertus («Huub») Jozef Margaretha Stevens wieder. Die Freude, seine Tätigkeit als Fußball-Lehrer erneut im Revier ausüben zu dürfen, war ihm anzumerken: Geradezu jovial ließ sich der 57-Jährige, der durchaus auch ein Grantler sein kann, an alter Wirkungsstätte vereinnahmen.

«Für mich bedeuten sechs Jahre Schalke, dass wir viel geteilt haben - viel Erfolg, aber auch Misserfolg. Es war nicht alles super» - so blickte Stevens auf die Zeit zwischen 1996 und 2002 mit dem Höhepunkt des UEFA-Cup-Gewinns 1997 zurück. Eines nahm der Schalker «Jahrhunderttrainer» seit damals mit: «Viele Emotionen.»

Er hat es keineswegs vergessen, dass die Menschen in Gelsenkirchen Fußball leben wie wenige: «Diese einmaligen Fans - die sind etwas ganz Besonderes.» Das war am Dienstag, als er die erste Trainingseinheit leitete, besonders intensiv spürbar: Selten zuvor wurde ein Neuer «auf Schalke» mit derart offenen Armen empfangen wie jetzt Stevens.

«Als ich damals auf Schalke begonnen habe, war ich ein Nobody» - stimmt; denn den Trainer Stevens kannte im deutschen Fußball kaum einer, als er in der Spielzeit 1996/97 den glücklosen Jörg Berger ablöste. In den ersten vier Bundesliga-Begegnungen (0:4 in Stuttgart, 0:0 gegen Mönchengladbach, 4:4 bei St. Pauli, 1:1 gegen Bochum) war Schalke sieglos geblieben. Erst am fünften Spieltag, beim 1:0 in Duisburg, gab es ein Erfolgserlebnis für Berger, der trotzdem geschasst und am 9. Oktober durch Stevens ersetzt wurde.

Doch auch für den Trainer-Novizen Stevens gab es zunächst einen Nackenschlag: Das 0:3 in Bremen war ein denkbar schlechter Einstand. Am Ende der Saison wurde es Bundesliga-Platz zwölf - doch der Triumph im UEFA-Cup gegen Inter Mailand, als die Schalker «Euro-Fighter» geboren wurden, entschädigte für vieles. «Meister der Herzen» 2001, 2001 und 2002 Gewinner des DFB-Pokals - das sind Stevens' schöne und zum Teil auch traurige Erinnerungen an die ersten Schalker Jahre.

«Was war, zählt nicht mehr», sagt der Niederländer («Die Null muss stehen») heute. Er möchte die Emotionalität von damals mit in die Neuzeit nehmen und «auf Schalke» die Herausforderung bestehen, das von ihm erkannte große Potenzial des Teams in frischen Erfolg umzuwandeln - ganz im Sinn seines Vorgängers Ralf Rangnick. (dpa)

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