Tennis

Humpelnd nach Paris

Kerber hadert mit Knöchelverletzung.

Angelique Kerber war frustriert. Statt beim WTA-Turnier in Madrid Anlauf auf den letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel bei den French Open zu nehmen, humpelte die Wimbledonsiegerin nach nur einem Match von dannen. „Das ist die schlechteste Vorbereitung auf eine Sandplatzsaison, die ich je hatte“, sagte sie nach ihrer verletzungsbedingten Aufgabe vor dem Zweitrundenmatch gegen Petra Martic.

Kerber kommt auf dem von ihr ohnehin am wenigsten geliebten Belag nicht in Tritt. Im April hatte sie das Fedcup-Duell in Lettland wegen einer verschleppten Grippe verpasst, beim Heimturnier in Stuttgart verlor sie entkräftet ihr zweites Match gegen die Niederländerin Kiki Bertens. In Madrid war aufgrund einer Knöchelverletzung Schluss. „Ich denke, es ist nichts Ernstes, aber ich will nichts riskieren. Die Sandplatzsaison dauert noch ein paar Wochen“, sagte Kerber, die zur Untersuchung umgehend in die Heimat flog. Sie sei im Training umgeknickt, könne seitdem wegen der Schmerzen nicht normal laufen, berichtete sie. Die 31-Jährige will nun genau prüfen, wie sehr sie ihren Körper in nächster Zeit belasten kann: „Hoffentlich bin ich bereit für die großen Dinger.“

Das größte Ding sind fraglos die French Open Ende Mai in Paris. Diesem Ziel hatte Kerber in diesem Jahr eigentlich alles unterordnen wollen. Bei einem Sieg in Roland Garros hätte die Kielerin als erst elfte Spielerin Triumphe bei allen vier Grand-Slam-Turnieren vorzuweisen. (sid)

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