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Katja Sturm ist Sportredakteurin der Frankfurter Rundschau
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Katja Sturm ist Sportredakteurin der Frankfurter Rundschau

Kommentar

Hohe Hürde

  • VonKatja Sturm
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Endlich ziehen die Reiter die Konsequenzen aus den Doping- und Medikationsproblemen. Für die Radikalkur ist es höchste Zeit. Ansonsten droht der Pferdesport in dem Sumpf zu versinken, in dem die Radfahrer stecken. Von Katja Sturm

Die Entscheidungen, die das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und das Deutsche Olympiadekomitee für Reiterei (DOKR) am Donnerstag getroffen haben, mögen manchem als zu hart erscheinen. Doch will der Pferdesport nicht im gleichen Sumpf versinken, in dem schon die Kollegen auf zwei Rädern stecken, muss endlich konsequent gegen das Doping- und Medikationsproblem vorgegangen werden.

Selbst wenn sich einige Vertreter der Disziplinen Dressur und Vielseitigkeit darüber beschweren, dass auch ihre Einstellung und künftige Kadertauglichkeit auf dem Prüfstand stehen. Doch für eine Radikalkur, wie die FN und das DOKR sie ihren Spitzensportlern und Funktionären unter der Aufsicht des Deutschen Olympischen Sportbundes nun verschrieben haben, war es höchste Zeit.

Und noch weiß zumindest die Öffentlichkeit nicht, welche unangenehmen Fakten aus welchen Sparten des Pferdesports in den nächsten Wochen noch an die Öffentlichkeit dringen werden. Auch in der Vergangenheit waren es nicht nur Springreiter, die mit positiven Dopingproben aufgefallen sind.

Begrüßenswert ist zudem, dass nach Verbandstierarzt Björn Nolting nun auch andere für den Leistungssport Verantwortliche sich der Untersuchung stellen müssen. Denn je nach Vorgang tragen nicht immer die Reiter die alleinige Schuld. Tierärzte und Funktionäre sind ebenso verpflichtet, darauf zu achten, dass die zwar umstrittenen, aber eben geltenden Regeln eingehalten werden. Und zwar nicht zuletzt, denn so kamen sie einst zustande, zum Schutz der äußerst beanspruchten und wehrlosen Tiere.

Seit Jahresbeginn schon wurde in der FN von einem Neuanfang gesprochen. Dies ist nun die Chance dazu, wenn man auch bei weiteren Entscheidungen ohne Rücksicht auf Namen und Erfolge vorgeht und konsequent bleibt. Ausnahmsweise scheint der sonst viel zu verzagte Weltreiterverband dabei mal in eine Vorreiterrolle schlüpfen zu wollen: Er hat beim Sportgericht beantragt, den der verbotenen Medikation verdächtigen deutschen Springreiter Marco Kutscher und den ehemaligen FN-Generalsekretär Hanfried Haring für die Vorkommnisse von Hongkong zu bestrafen.

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