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Hoffnung für Ruderin Drygalla auf Bundeswehr-Antrag

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Die Ruderin Nadja Drygalla darf nach ihrer freiwilligen Abreise von Olympia auf einen neuen Anlauf für ein Aufnahmeverfahren ...

Berlin. Die Ruderin Nadja Drygalla darf nach ihrer freiwilligen Abreise von Olympia auf einen neuen Anlauf für ein Aufnahmeverfahren in das Sportförderprogramm der Bundeswehr hoffen.

«Aus aktueller Sicht und den Kenntnissen, die wir momentan haben, spricht nichts dagegen», sagte Siegfried Kaidel, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes (DRV), der Nachrichtenagentur dpa. «Sie hat nie in irgendeiner Weise rechtsextremes Gedankengut weitergegeben. Wenn wir endgültige Erkenntnisse haben, können wir darum bitten, den Fall wieder zu bearbeiten.»

Er widersprach der Darstellung, dass der DRV einen entsprechenden Antrag zurückgezogen habe «ganz klar und deutlich. Wir haben nur lediglich gebeten, ihn zur Klärung auf Eis zu legen. Wir können ja nicht aufgrund von Vermutungen alles stoppen», betonte Kaidel. «Die Bundeswehr hat ihn aber anscheinend von sich aus aufgrund der Unsicherheit zurückgezogen.»

Am 2. August habe der DRV die Bundeswehr um «kurzfristige Zurückstellung des Aufnahmeantrags» gebeten, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministers auf Anfrage mit. Deshalb sei der zuvor nach der Musterung in Schwerin erstellte Heranziehungsbescheid zurückgezogen worden, da eine Zurückstellung «im Sinne von auf Eis legen» oder eine Ausstellung unter Vorbehalt nicht möglich sei.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte bereits in London betont, dass ein erneuter Antrag des DRV und Deutschen Olympischen Sportbundes auf eine Aufnahme von Drygalla in die Sportförderung der Bundeswehr geprüft werden würde.

Anfang dieser Woche werde es Gespräche mit der Bundeswehr geben, wie weiter vorgegangen werden solle, sagte Kaidel. «Wenn nichts gegen sie vorliegt, warum sollten wir ihr dann etwas in den Weg legen?», sagte der Ruder-Funktionär, der «so schnell wie möglich» Kontakt zu Drygalla aufnehmen will.

Die 23-Jährige war vor anderthalb Wochen nach einem Gespräch mit der deutschen Teamleitung über ihre Beziehung zu einem früheren NPD-Landtagskandidaten von den Sommerspielen in London abgereist. Nach ihrer Rückkehr hatte sie sich öffentlich deutlich von der rechten Szene distanziert. «Ich hoffe, sie findet zu ihrer Ruhe zurück, zu einem normalen Leben», meinte Kaidel. (dpa)

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