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Hoffenheims «Haufen» fordert den FC Bayern

Holger Stanislawski hat immer noch das T-Shirt aus seiner aktiven St. Pauli-Zeit mit der Aufschrift «Weltpokalsiegerbesieger». ...

Zuzenhausen. Holger Stanislawski hat immer noch das T-Shirt aus seiner aktiven St. Pauli-Zeit mit der Aufschrift «Weltpokalsiegerbesieger». Einen Erfolg über den FC Bayern München wie anno 2002 in Hamburg wünscht sich der 42-Jährige auch als Coach von 1899 Hoffenheim.

«Für unsere junge Mannschaft ist es eine Standortbestimmung. Mal sehen, in welchem Zustand unser Haufen ist», sagte er vor dem Bundesliga-Schlager am Samstag.

Stanislawski geht davon aus, «dass Bayern mit herausragendem Vorsprung Meister wird. Aber wir wollen dennoch den künftigen deutschen Meister schlagen.» Hoffenheim - Bayern, da war doch was? 2008 im Kurhaus von Baden-Baden bei der Proklamation zu «Sportler des Jahres» ließen sich die Emporkömmlinge aus Hoffenheim feiern und Jungmanager Jan Schindelmeiser lief zur Hochform auf. «Ich weiß, dass die Bayern gerne Herbstmeister geworden wären. Wir widmen ihnen diesen Titel. Für uns ist er nicht so wichtig», sagte er mit einem Grinsen.

Seitdem sind die Nordbadener in jeder Rückrunde abgestürzt, zur Schadenfreude der vielen Spötter, Neider und Kritiker der Branche. Schindelmeiser ist längst weg, Ralf Rangnick, dessen mitunter besserwisserische Art vor allem Bayern-Präsident Uli Hoeneß nervte, ging im Streit mit Mäzen Dietmar Hopp um den Verkauf von Luiz Gustavo (zum FC Bayern). Geblieben ist Hopps Golffreundschaft mit Franz Beckenbauer und die Erkenntnis, dass der Senkrechtstarter aus dem Kraichgau trotz der Investitionen (240 Millionen Euro bis heute) des Milliardärs nicht annähernd an den FC Bayern herankommt.

Aber in ihre vierte Bundesliga-Saison sind die Hoffenheimer so stark gestartet wie noch nie, auch wenn es zuletzt beim 0:2 in Köln einen herben Rückschlag gab. Wie kleine Kinder, schimpfte Stanislwaski, hätten seine nachlässigen Kicker agiert: «Sie merken erst, was passiert, nachdem sie die heiße Herdplatte berührt haben.»

Dabei hatte der 1899-Coach nach dem gelungenen Auftakt für den Verein ungewohnt leise Töne angeschlagen. Der Groß- und mitunter Hochmut ist den Hoffenheimern inzwischen vergangen - vor allem nach der Akustik-Affäre. Mit einem Beschallungsgerät wurden die Rufe der gegnerische Fans, vor allem jene gegen Hopp, gestört. Der Club brachte damit wieder einmal die ganze Liga gegen sich auf.

Sportlich lief es in dieser Saison noch ohne große Misstöne, obwohl der Club seine Großeinkäufe radikal reduziert hat. «Wir sind dabei, uns zu positionieren, indem wir sagen, die hohen Gehälter und diesen ganzen Kram fahren wir runter», erklärte Stanislawski in der «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung». «Wir wollen versuchen, in kommenden Jahren Spieler aus der eigenen Jugend einzubauen und wir wollen auf dem Platz einen Wiedererkennungswert haben.» Manager Ernst Tanner hatte kürzlich sogar eingeräumt, dass der Club «oft zu hochnäsig, zu wenig volksnah und besserwisserisch» rübergekommen sei. (dpa)

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