Ski-WM

Hoffen auf die Eintagsfliegen

Langlaufmedaillen wären Überraschung.

Vor dem Beginn der Nordischen Ski-WM in Seefeld ist der ehemalige Bundestrainer Jochen Behle wenig zuversichtlich, dass die Langläufer groß abräumen könnten. „Jede Medaille wäre eine Überraschung“, sagt der 58-Jährige. Natürlich, so der einstige Weltklasseläufer aus Nordhessen, sind solche Überraschungen immer möglich „und werden besonders gern genommen“. Mehr als eine vage Hoffnung aber sieht er nicht.

Die besten Chancen räumt Behle Sandra Ringwald (28) aus Schonach und Victoria Carl (23) aus Zella-Mehlis ein. „Für Ringwald ist schon am Donnerstag der Sprint das Hauptrennen, und beide gemeinsam können hoffentlich am Sonntag im Teamsprint etwas erreichen“, sagt Behle. Ringwald hat zuletzt beim Weltcup in Cogne (Italien) mit Rang zwei den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert, eine Woche zuvor war die Schwarzwälderin Vierte.

„Das verletzungsbedingte Fehlen von Stefanie Böhler und Nicole Fessel wiegt schwer“, erläutert Behle. Zuversicht gibt dem 2010 zurückgetretenen Bundestrainer eine andere Personalie. „Mit Peter Schlickenrieder haben wir nun endlich wieder einen Cheftrainer, der eine klare Linie für alle Altersstufen von oben bis nach unten vorgibt. Aber es wird Jahre dauern, bis die Sünden der Vergangenheit bewältigt sein werden“, sagt Behle. Im männlichen Bereich seien die deutschen Defizite sogar so groß, dass nun in Seefeld, aber auch in zwei Jahren im Allgäu „allenfalls Eintagsfliegen für kleine Erfolgserlebnisse sorgen können“.

Autor: Gerald Schaumburg

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