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Favre macht dicht

Hertha bietet Pantelic neuen Vertrag

Vorhang auf zum nächsten Akt im Pantelic-Theater von Hertha BSC: Trainer Lucien Favre nimmt nicht einmal mehr den Namen des exzentrischen Torjägers in den Mund - Manager Dieter Hoeneß dagegen will Marko Pantelic einen neuen Vertrag offerieren.

Berlin. Vorhang auf zum nächsten Akt im Pantelic-Theater von Hertha BSC: Trainer Lucien Favre nimmt nicht einmal mehr den Namen des exzentrischen Torjägers in den Mund - Manager Dieter Hoeneß dagegen will Marko Pantelic einen neuen Vertrag offerieren.

"Ich kann dazu nichts sagen", erklärte Berlins Chefcoach Favre mit einem Schulterzucken zu den jüngsten verbalen Attacken seines erfolgreichsten Stürmers ("Bei Hertha wird ein mieses Spiel mit mir getrieben"), der beim 3:0-Sieg gegen Hannover 96 mit seinem 41.Treffer im 97. Bundesliga-Spiel wieder den Tore-Bann brach und Hertha auf die Spur Richtung UEFA-Cup führte.

Hoeneß will eine weitere Eskalation verhindern: "Wir haben gar keine Zeit, uns um den Käse zu kümmern. Wir sprechen nicht mehr darüber." Dennoch wird der Manager seinem Problemfall Pantelic einen neuen Vertrag anbieten, wenn auch zu weit schlechteren Bedingungen als vom Angreifer gefordert: "Wir wollen ihn halten, das gilt weiterhin", sagte Hoeneß im "kicker" - wohl auch als Beruhigungs-Geste.

Favre macht auch ohne Worte deutlich, dass er wenig Wert auf eine Zusammenarbeit mit der serbischen Diva über den Sommer 2009 hinaus legt. Das Stück im Pantelic-Theater läuft längst unter dem Motto: Wie blamiere ich mich am besten! Die überraschende Serie von schon sechs Pflichtspielen ohne Pleite, die Hertha in der Liga-Tabelle bis auf den begehrten fünften Platz (am Ende den UEFA-Cup wert) beförderte, gerät fast zum Randthema.

"Im Moment holen wir die Punkte. Aber das kann auch leicht nach hinten losgehen", warnte Kapitän Arne Friedrich und forderte Trainer, Vorstand und Pantelic zu einem reinigenden Gewitter "in geschlossenen Räumen" auf: "Das gefällt mir überhaupt nicht. Das Letzte, was wir brauchen, sind Brandherde außerhalb des Platzes."

Denn trotz der jüngsten Positiv-Serie und dem besten Saisonstart seit acht Jahren wirkt Hertha noch lange nicht souverän. "Das 3:0 sagt alles und auch gar nichts. Alles war möglich, auch ein 6:2 oder 1:1", analysierte Hoeneß den Sieg gegen die Hannoveraner, denen das Wasser nach dem vierten Ligaspiel ohne Sieg bis zum Hals steht. "Wir sind uns der Tabellen-Situation bewusst und gehen nicht leichtfertig damit um", sagte 96-Coach Dieter Hecking.

Ob sich Hertha der Gefahr der Dauerfehde bewusst ist, darf nur vermutet werden. Pantelic denkt vor allem an sich. Präsident Werner Gegenbauer sprach von "diffusem Zeugs", das der Serbe gegen den Trainer vorbringt. Immerhin stelle Favre den 30 Jahre alten Stürmer immer wieder in die Startelf. Und das will der Schweizer Coach auch weiter so halten: "Für mich zählt nur der Platz. Wenn sich ein Spieler bewegt, den Ball hält und für die Mannschaft spielt, dann bleibt er drauf. Wenn nicht, fliegt er runter - fertig", betonte Favre, ohne den Namen Pantelic zu nennen. "Das gilt für alle."

Hoeneß, der in einer schwierigen Phase mit neun Verletzten die Opferbereitschaft und den neuen "Killerinstinkt" im Team lobte, fasste den absurden Theater-Akt so zusammen: "Das ist genau das, was wir wollen, gewinnen mit Marko." Fortsetzung folgt schon am Samstag beim Gastspiel in Bremen und beim Vertragspoker mit Pantelic. "Wenn seine Vorstellungen nicht verhandelbar sind", werde das neue Angebot "seinem Wunsch nicht entsprechen", kündigte der Manager bereits an. (dpa)

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