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Heißer Endspurt beim Jubiläumssieg

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Die Dallas Mavericks vertrauen auf die Punkte von Dirk Nowitzki (r) und Jason Terry.
Die Dallas Mavericks vertrauen auf die Punkte von Dirk Nowitzki (r) und Jason Terry. © Foto: dpa

50. Saisonsieg: Superstar Nowitzki verhilft den Dallas Mavericks im Endspurt zu einem 106:102 gegen die Memphis Grizzlies. Vorher hatten die Mavericks quälende elf Punkte zurückgelegen.

Frankfurt/Main. Mit einem starken Endspurt hat Basketball-Superstar Dirk Nowitzki den Dallas Mavericks zum 50. Saisonsieg verholfen. Die Texaner gewannen in der nordamerikanischen Profiliga NBA bei den Memphis Grizzlies mit 106:102 nach Verlängerung.

Mit zehn Punkten in den letzten drei Minuten der regulären Spielzeit hatte der deutsche Kapitän sein Team gerettet - und auch in der Nachspielzeit die wichtigen Körbe geworfen. "Ich war nur froh, dass es weiterging", sagte Nowitzki. "Wir sind elf Punkte zurückgelegen, da gibst du alles oder nimmst eine Niederlage in Kauf." Mit dem dritten Sieg hintereinander festigte Dallas den für die Playoffs wichtigen zweiten Platz hinter den Los Angeles Lakers in der Western Conference. Verfolger Utah Jazz fuhr zu Hause einen lockeren 128:104-Sieg gegen die Golden State Warriors ein.

Nowitzki machte 18 seiner insgesamt 28 Punkte in den letzten elf Minuten. Zuvor war der 2,13-Meter-Mann aus Würzburg nicht groß rausgekommen: Nur 3 von 16 Würfen aus dem Feld brachte er im Korb unter. "Die Mavericks brauchten den letzten Tropfen Benzin aus ihrem Tank", kommentierten die "Dallas News" den mühsam erkämpften Erfolg nach zuletzt drei Niederlagen in Memphis. "Ich weiß nicht, ob geklaut der richtige Ausdruck ist...", meinte Trainer Rick Carlisle nach dem Sieg und lobte seine Spieler für ihre Aufholjagd: "Die Jungs sind sehr entschlossen aufgetreten."

Jason Terry (29 Punkte) hatte die Mannschaft auch in ihren Schwächephasen noch einigermaßen im Spiel gehalten. 45 Sekunden vor Schluss glich Nowitzki zum 90:90 aus, acht Sekunden vor Ende der Verlängerung sorgte er mit zwei Freiwürfen für die 103:102-Führung, die Shwan Marion noch ausbaute.

Damit gelangen den Mavericks in der zehnten Saison hintereinander mindestens 50 Siege. Dies schafften in der NBA nur die Lakers (1980 bis '91), die Boston Celtics (1959 bis '68) und die San Antonio Spurs (2000 bis '09). "Ich bin stolz, dass ich die letzte Dekade miterleben durfte", meine Nowitzki, der seit 1998 für die Texaner spielt. "Wir hatten viel Spaß und haben viele Spiele gewonnen. Aber wie ich schon mal sagte: Ich würde sie alle gegen eine Meisterschaft eintauschen, aber das kann ich nicht tun." 2006 unterlag Dallas im NBA-Finale Miami Heat mit 2:4 Siegen. Nowitzkis Traum vom Titel ist bis heute nicht wahrgeworden.

Während die "Mavs" schon für die Playoffs qualifiziert sind und noch um die beste Ausgangsposition kämpfen, sicherten sich die Portland Trail Blazers mit einem 118:90 gegen die New York Knicks ihr Ticket. Titelaspirant Los Angeles Lakers unterlag trotz 28 Punkten von Superstar Kobe Bryant bei den Atlanta Hawks mit 109:92. Für Nowitzkis Nationalmannschaftskollege Chris Kamann von den Los Angeles Clippers ist die Endrunde nach dem 98: 114 bei den Toronto Raptors nicht mehr erreichbar. (dpa)

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