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Handarbeit

Interview: Masseur Volker Privat

Von Daniela Unger

Haben Sie schon als Kind gerne geknetet? Nein, tatsächlich bin ich erst über den zweiten Bildungsweg nach meinem Lehramtsstudium zur Massage gekommen.

Wie hoch ist denn Ihr Kalorienverbrauchwährend der Arbeit? Sie müssen doch sicher mehr essen als jemand mit einem Bürojob.Schwierige Frage! Aber ich esse ganz normal und tagsüber mal einen Apfel. Unter Tage wurde sicher schwerer geschuftet als bei uns.

Was wird am meisten beansprucht?Gar nicht mal Hände und Arme, sondern der Rücken, Nacken und Schulterblätter können einem schon mal weh tun.

Und wie entspannen Sie sich?Wenn ich Glück habe, legen die Kollegen mal Hand an, ansonsten nehme ich ein Heiltonbad, das fördert die Durchblutung und hilft auch.

Welches ist denn die anstrengendste Massage in Ihrem Programm?Im Grunde ist das Arbeiten in den warmen Räumen am anstrengendsten, da kommt man schnell ins Schwitzen, ob nun bei einer 25-minütigen Teilkörpermassage oder einer Kaisermassage, die 75 Minuten dauert.

Und was geht einem so durch den Kopf, wenn man den ganzen Tag fremde Leiber walkt und knetet?Meist sind die Leute sehr kommunikativ, das ist ja das Interessante an dem Beruf. Schwierig finde ich es, wenn sich jemand hinlegt und denkt, nun machen Sie mal und gar nix sagt.

Was ist denn das Schönste an Ihrem Beruf?Das rein Handwerkliche ist ja selbstverständlich, aber mir ist das Zwiegespräch besonders wichtig. Wir haben einige regelmäßige Besucher, die über Jahre zu uns kommen, und von denen weiß man sehr viel, manchmal mehr als die eigenen Kinder. Man ist wie ein Kummerkasten und das gefällt mir sehr!

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