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Haben Sie auch schon mal zur Hantel gegriffen?

Jahreswechsel

Gutes Gefühl

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, zwei Fragen an Sie: "Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?" Und vor allem: "Haben Sie Strategien entwickelt, die Mut machen, den Plan auch zu erfüllen?"

Hier in der Sportredaktion der FR wenden wir uns eher selten direkt an Sie, die treuen Leserinnen und Leser. Zum Jahreswechsel durchbrechen wir diese unbedeutende Regel einfach mal und stellen ganz direkt die Frage: „Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?“ Und vor allem: „Haben Sie Strategien entwickelt, die Mut machen, den Plan auch zu erfüllen?“

Die Betreiber und Stammgäste der boomenden Fitnessstudios hierzulande kennen es zur Genüge: Zum Jahresbeginn stapeln sich die Neuanmeldungen. Auf den Laufbändern, Ergometern und an den Hanteln kommt es bisweilen zu hamsterkaufartigen Scharmützeln, Selbst ausgemachte Schlappmuskeln drängeln voller Eigenmotivation an den Geräten vor, als gäbe es kein morgen mehr, nur, um spätestens Mitte Februar/Anfang März übergangslos gemeinsam mit dem eigenen bleichen Bindegewebe zur Karteileiche zu werden.

Für die Muckibuden ist diese Spezies unausgereifter Kraftsportler die beliebteste: Hat brav einen Zweijahresvertrag unterschrieben und sogar eilfertig die Anmeldegebühr nur leise grollend überwiesen, macht zwei-, drei-, viermal den dicken Maxe an der Brustpresse und trollt sich dann wieder auf ewige Zeiten in den häuslichen Bereich mit sorgsam ausgetretenen Laufwegen zwischen Kühlschrank und Couch. Im Sommer am Badesee, so viel steht mal fest, werden die Folgen derart vorzeitig eingestellten Bemühungen unsichtbar bleiben, die Folgen des ausgedehnten Couchings dafür umso sichtbarer. 

Natürlich hat man von hier, zu Beginn des neuen Jahres weich gepolstert auf einem Drehstuhl mit beidseitigen Armlehnen in der gemütlichen FR-Schreibstube, gut reden, den fitness-moralisierenden Zeigefinger auf die Tasten zu drücken. Aber vielleicht hilft es ja doch ein bisschen, sich gemeinsam zu animieren, uns künftig weniger zurückzulehnen und mehr anzugreifen – und dabei Ziele zu verfolgen, die ein Gelingen erlauben.

Ein paar kleine Kilo um die Hüfte herum weniger, ein paar Laufkilometer durch den Wald mehr, ein Weg zu Fuß oder mit dem Rad statt mit dem Auto. Weniger Handy, mehr Bewegung, weniger Selbstisolation, mehr Aufraffen. In kleinen Schritten, die man auch im Juni und Juli noch schafft. Und die helfen, es sich selbst zu beweisen. Vor allem sich selbst. Und hinterher ein gutes Gefühl. 

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