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Bayern Stürmer Ivica Olic (r.).
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Bayern Stürmer Ivica Olic (r.).

FC Bayern in der Champions League

Gut, aber nicht gut genug

München gegen Turin. Bayern gegen Juve. Ribéry gegen Diego. Ein großer Fußballabend hätte es werden können. Heraus kommt ein torloses Remis. Die Hausherren sind besser, aber sie treffen einfach nicht. Von Stephan Klemm

Von Stephan Klemm

Der FC Bayern München bleibt in der Champions League im Soll. Das 0:0 gegen Juventus Turin erhielt die Chancen auf das Achtelfinale aufrecht. Zudem hat der Rekordmeister auch ein bisschen Werbung für seine Nachwuchsabteilung machen dürfen, Trainer Louis van Gaal bot immerhin fünf im eigenen Jugendstadel ausgebildete Spieler auf.

Philipp Lahm führte seine Kollegen gestern sogar als Kapitän auf den Rasen. Neben ihm hat sich Innenverteidiger Holger Badstuber (gestern mit einem überzeugend abgeklärten Vortrag) genauso in der Startelf des Rekordmeisters etabliert wie Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger. Etwas überraschend war hingegen die Nominierung von Andreas Ottl im defensiven Mittelfeld anstelle des teuren Ukrainers Anatoli Timoschtschuk.

Die jungen Profis sorgten auch gleich für die ersten Spannungsmomente. Müller hatte bereits nach vier Minuten die Chance zum 1:0, doch sein Schuss aus halbrechter Position tippte knapp links neben dem Turiner Tor auf. Müller rochierte im Laufe des Spiels immer mehr in die Zentrale, wo er Mittelstürmer Miroslav Klose im Sturm unterstützte.

Schweinsteiger stand deshalb sehr tief, meist war er als zweite Defensiv-Absicherung neben Ottl tief in der Zentrale zu finden und organisierte von dort klug den Spielaufbau - oft mit langen Bällen auf die Außenbahn, zu Franck Ribéry nach links oder Arjen Robben nach rechts.

Robben droht lange Pause

Juventus wirkte nicht so gut vorbereitet auf diese längst schontraditionelle Bayern-Maßnahme, Ribéry umkurvte in der 19. Minute seine direkten Gegenspieler Grygera und Legrottaglie auf einem halben Quadratmeter im Strafraum. Der Franzose stand frei vor dem Tor, lupfte aber zu lässig über die Querstange.

Die Münchner setzten nach, Klose verpasste eine Lahm-Flanke knapp (23.), Müller wurde gerade noch abgefangen (29.), ehe dann Abwehrspieler Chiellini unter Hinnahme einiger Dreher im Hirn einen Kopfball von Klose mit seinem Schädel abwehrte (34.).Doch dann, kurz vor der Halbzeit, verletzte sich Arjen Robben laut Sofort-Diagnose am Knie, wurde behandelt - vergebene Mühe, der Niederländer musste humpelnd das Spiel verlassen. Für ihn kam Ivica Olic. Juventus hatte nur ein paar Momente - und alle in der ersten Hälfte.

Der ehemalige Bremer Spielmacher Diego dirigierte dagegen bis zu seiner Auswechslung in der 60. Minute klug die Konter der Turiner. Die beste Chance hatte letztlich Mauro Camoranesi, dessen aufsetzenden 18-Meter-Schuss Bayern-Torhüter Hans-Jörg Butt um den Pfosten pritschte (33.).

In der zweiten Hälfte zog van Gaal seine Sprinter Ribéry und Olic auf den Außenbahnen etwas zurück, Müller und Klose spielten nun ganz vorne. Und Klose hätte dann auch treffen müssen - in der 60. Minute, als Ribéry den Nationalspieler frei spielte, Klose den Ball allerdings freistehend fünf Meter vor dem Tor der Italiener nicht richtig traf.

Turin zog sich nach einer Stunde weit zurück, die Bayern nahmen das Angebot zum Spielen an. Doch sie waren nicht sehr gefährlich - auch weil mit Edson Braafheid auf der linken defensiven Außenbahn ein herber Ballverlierer war, was den Aufbau oft empfindlich störte. Diese Position bleibt ein Problem im Bayern-Spiel dieser Saison.

"Wir haben viele Chancen kreiert, sie aber nicht genutzt. Das ist enttäuschend", sagte Bayern-Trainer van Gaal. Der Niederländer war mit der Vorstellung seiner Mannschaft allerdings zufrieden. Vor allem die erste Halbzeit der Münchner fand van Gaal "überragend".

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