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Michael Ballack.
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Michael Ballack.

Vor dem WM-Test gegen Argentinien

Das große Feilschen

Ausgerechent vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien am Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF) in München, plant der Mannschaftsrat um Kapitän Ballack Verhandlungen über die WM-Prämien.

München. Es geht mal wieder ums Geld. Das Prozedere ist immer dasselbe. Während sich nach der Absage von Marcell Jansen 25 verbliebene WM-Kandidaten bei Bundestrainer Joachim Löw in nur zwei Trainingseinheiten zunächst einmal für den Länderspiel-Klassiker der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien am Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF) in München empfehlen wollen, plant der Mannschaftsrat um Kapitän Michael Ballack Verhandlungen über die WM-Prämien, die eigentlich im vergangenen November stattfinden sollten.

Vorab wurde schon geklärt, dass die DFB-Kicker bei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) erneut erst ab dem Erreichen des Viertelfinales eine Prämie erhalten. "Grundsätzlich bin ich ein Freund der leistungsbezogenen Bezahlung. Ich gehe davon aus, dass wir uns wieder schnell und vernünftig einigen werden", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Auch Ballack, der nach der 2:4-Niederlage seines FC Chelsea am Samstag gegen Manchester City und seiner Gelb-Roten Karte dabei mit einiger Wut im Bauch zum DFB-Team kommt, hatte zuletzt schon befürwortet, dass das Überstehen der Vorrunde und der Einzug ins Achtelfinale noch nicht belohnt wird. So hatte man es auch bei der WM vor vier Jahren gehalten, und auch bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hatte der DFB erst mit dem Erreichen des Viertelfinales gegen Portugal seine Kasse öffnen müssen.

"So eine Regelung könnte ich mir auch für die WM vorstellen. Grundsätzlich müssen wir abwarten, was die Fifa den teilnehmenden Nationen zahlt. Auch davon sind unsere Prämien abhängig", sagte Zwanziger, der eine Kürzung der Prämien allerdings für ausgeschlossen hält. Bei der WM 2006 hätte es für den Titel die Rekordsumme von 300.000 Euro gegeben, bei der EM 2008 hätten die Nationalspieler für einen Finalsieg 250000 Euro erhalten. Ziel von Ballack und seinen Kollegen ist es, auch für den Gewinn des vierten WM-Titels am Kap der Guten Hoffnung erneut eine Maximalprämie von 300.000 Euro auszuhandeln.

Jansen sagt ab

An den Verhandlungen ist Löw nicht beteiligt. Nach seinen geplatzten Vertragsgesprächen mit dem DFB vor rund einem Monat ist der Bundestrainer ohnehin bemüht, den Fokus wieder auf das Sportliche zu lenken. "Das letzte Länderspiel vor der Nominierung des WM-Kaders im Mai ist für unser Team eine willkommene sportliche Herausforderung. Die Argentinier sind ein attraktiver und spielstarker Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird", sagte Löw, der vor vier Jahren als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann das bittere 1:4 in Italien miterlebt hatte.

Dadurch war wenige Wochen vor dem WM-Start im eigenen Land noch einmal eine rege Diskussion um Klinsmanns Qualitäten angeschoben worden. "Daran denke ich gar nicht", versicherte Löw, der aller Voraussicht nach zwei Neulingen gegen die von Diego Maradona trainierten Südamerikaner ins kalte Wasser werfen wird. Der Leverkusener Toni Kroos und Thomas Müller von Bayern München stehen vor ihrem Debüt. "Sie haben zuletzt seht gut gespielt, deshalb haben sie eine Chance verdient", sagte Löw über die beiden Youngster.

Zudem fällt in der Münchner WM-Arena eine Vorentscheidung, wer die Nummer eins in Südafrika wird. Eigentlich hatte Löw vor, seine drei WM-Kandidaten Rene Adler, Manuel Neuer und Tim Wiese gegen Argentinien zu nominieren. Aufgrund der Verletzung von Wiese (Muskelfaseranriss) beließ es Löw aber bei zwei Keepern. Wer im einzigen Test vor Beginn der WM-Vorbereitung (ab 14. Mai) im deutschen Tor beginnt, hat auch die besten Karten, beim WM-Auftakt gegen Australien am 13. Juni in Durban die Nummer eins zu sein.

Passen musste am Samstag Marcell Jansen. Der Hamburger teilte Löw telefonisch mit, dass er wegen einer Virusinfektion nicht in die Isarmetropole reisen kann. Löw selbst wird den Großteil seiner Akteure nicht selbst empfangen, weil er am Abend noch live die Bundesligapartie Bayern München gegen den Hamburger SV verfolgte. (sid/dpa/fr)

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