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Anna-Lena Grönefeld
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Anna-Lena Grönefeld

US Open

Grönefeld feiert furioses Comeback

Tennisspielerin Anna-Lena Grönefeld hat sich bei den US Open mit einer beachtlichen Leistung zurückgemeldet. Sie schlug Alizé Cornet mit 6:4 und 7:5 - nach einer langen Grand-Slam-Pause.

New York (dpa) - Anna-Lena Grönefeld schaute ungläubig in den Nachthimmel von New York, ließ den Schläger fallen und schlug die Hände vors Gesicht. Mit dem erstmaligen Einzug in das Achtelfinale der US Open hat sie nach einer 14 Monate langen Grand-Slam-Pause schon jetzt das Tennis-Comeback des Jahres hingelegt.

Die 23 Jahre alte Tennisspielerin aus Nordhorn durfte sich nach dem 6:4, 7:5 über die Französin Alizé Cornet im Schatten des imposanten Arthur-Ashe-Stadiums daher zurecht so freuen, als hätte sie gerade das gesamte Turnier gewonnen. "Man schwebt auf einer Wolke", sagte die derzeitige Nummer 141 der Weltrangliste, die 2006 auf Rang 14 stand.

"Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie wieder unter die Top 30 kommt. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass sie so schnell die Kurve bekommt. Hut ab, das freut mich total", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. "Es macht mich total stolz, und sie kann auch stolz darauf sein", fügte Trainer Dirk Dier hinzu, der sie weiter nach vorne führen will.

"Ich war nie sicher"

Grönefeld ist zum zweiten Mal in der zweiten Woche eines Grand Slams dabei. 2006 stand sie sogar im Viertelfinale der French Open. "Das war auch ein Riesenerfolg, das kann mir keiner mehr nehmen", sagte sie. Danach begann eine Leidenszeit mit der Trennung vom damaligen Trainer und Manager Rafael Font de Mora, der 2006 in New York beim Erstrunden-Aus einfach den Platz verlassen hatte. Jetzt zeigt die Tendenz wieder rasant nach oben. "Ich war nie sicher, ob ich da hinkommen würde, aber ich wusste, dass ich das Spiel habe. Es ist erstaunlich, dass es so schnell geht", meinte Grönefeld.

An diesem Montag ist sie wieder Außenseiterin gegen die Olympia- Zweite Dinara Safina. Die Russin war beim 3:6, 7:5, 6:2 gegen Timea Bacsinszky aus der Schweiz aber nur zwei Punkte vom Ausscheiden entfernt und liegt gegen Grönefeld im direkten Vergleich 1:2 hinten.

"Das ist zwei Jahre her, aber ich habe im Hinterkopf, dass ich gegen sie gewonnen habe", sagte Grönefeld, meinte jedoch auch, Safina sei derzeit die heißeste Spielerin auf der Tour. "Das ist für mich die nächste Nummer eins", meinte Rittner. "Sie kann es genießen, dass sie gegen eine absolute Topspielerin auf dem Platz steht. Sie braucht sich nicht zu verstecken", fügte Rittner hinzu, die Grönefeld dringend für das nur noch zweitklassige Fed-Cup-Team braucht.

"Wie vom anderen Stern"

Gegen die an Nummer 17 gesetzte Cornet folgte dem umkämpften ersten Satz aus Grönefelds Sicht Tennis "wie vom anderen Stern" bis zur 5:0-Führung im zweiten. "Danach bin ich ängstlich geworden", sagte Grönefeld, die mit 206 Kilometern pro Stunde den bislang schnellsten Damen-Aufschlag des Turniers servierte. Beim 5:4 gab es drei Matchbälle, doch ein vergebener Return und zwei gute Aufschläge von Cornet, die vorher am liebsten aufgehört hätte, verhinderten den erlösenden letzten Punktgewinn. Erst bei der vierten Chance war nach 1:42 Stunden die Revanche für eine Niederlage vor einigen Wochen in Budapest perfekt.

Danach kämpfte sich Grönefeld mit der Schweizerin Patty Schnyder in einem zweieinhalb Stunden langen Doppel um halb zwölf gegen die Russin Nadia Petrowa und die Italienerin Francesca Schiavone nach sechs abgewehrten Matchbällen auch ins Achtelfinale.Bei einem Sieg gegen Safina würde am Mittwoch die frühere Weltranglisten-Erste Amélie Mauresmo aus Frankreich oder die Italienerin Flavia Pennetta warten. Zudem läuft alles auf ein Schwestern-Viertelfinale von Venus gegen Serena Williams hinaus, die beide locker weiterkamen. In Peking hatten die Amerikanerinnen gemeinsam ihr zweites Olympia-Gold im Doppel geholt.

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