Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Michael Greis.
+
Michael Greis.

10-Kilometer-Sprint im Biathlon

Greis & Co. scheitern im Wetterchaos

Der Franzose Vincent Jay ist Nachfolger des Oberhofers Sven Fischer als Biathlon-Olympiasieger im 10-km-Sprint. Alle vier deutschen Starter kommen bei irregulären Bedingungen abgeschlagen ins Ziel. Von Stephan Klemm

Von Stephan Klemm

Vancouver. Die Sonne scheint am Sonntagmorgen im Whistler Olympic Park, ein bisschen Nebel klebt in den Bergen, es ist mild. Der Regen der vergangenen Tage hat sich verzogen, der Himmel ist zu sehen, aber keine grauen Wolken.

Der Schnee in der Loipe ist durch den vielen Niederschlag und die hohen Temperaturen tief und nicht fest, die Präparation der Skier für den früh am Tag stattfindenden Biathlon-Sprint der Männer ist ein Glücksspiel. Zudem ertrinken alle Vorbereitungen noch in einem Unwettermix aus Sturm und starkem Niederschlag, der ab Startnummer zehn, dem Norweger Emil Hegle Svendsen, das Rennen beeinflusst und den danach Gestarteten keine Chance mehr lässt, nach vorne zu kommen. Unter diesen sind - außer Svendsen - alle Favoriten.

So gewinnt in dem Franzosen Vincent Jay ein Außenseiter den Zehn-Kilometer-Sprint. Für den dreimaligen Weltmeister Svendsen bleibt immerhin Silber, Bronze geht an einen Kroaten namens Jakov Fak. Im Weltcup spielt Fak keine Rolle, allerdings belegte er schon bei der Weltmeisterschaft vor einem Jahr im 20-Kilometer-Rennen den dritten Rang.

Die Startnummernvergabe ist zum entscheidenden Kriterium für den Ausgang des Wettkampfs geworden. Unter den ersten Sechs des Endergebnisses sind nur Teilnehmer, die mit den Ziffern eins bis zehn ins Rennen gegangen sind - sie haben den Wettkampf im Sonnenschein erlebt. Die Startreihenfolge ist klar definiert: Nur die Top-Ten-Athleten der Weltcup-Wertung können sich ihre Startgruppe aussuchen, die Startnummern jedoch werden ausgelost. Deutschland etwa hat in Arnd Peiffer nur einen Biathleten unter den ersten Zehn des Weltpokals, der Niedersachse entschied sich für Starteinheit zwei und erhielt Startnummer 34. "Die Wetterprognose war: leichter Schneefall zu Beginn. Da habe ich mir gedacht, dass es besser ist, in der zweiten Phase zu starten." Damit hatte Peiffer das Rennen verloren.

Sein Teamkollege Michael Greis startete in der frühen Einheit. Er zog allerdings Startnummer 31, letzter Platz der ersten Gruppe − keine Chance.

"Verfolger fast schon vorbei"

Bundestrainer Frank Ullrich sagte: "Nach Nummer zehn hättest du einen Strich machen können, da ging nichts mehr. Durch das Unwetter haben die spät Gestarteten Minuten verloren." Von seinen Athleten habe es Greis und Peiffer am übelsten erwischt. "Wir hätten Losglück gebraucht, das hatten wir nicht. So ein unglaubliches Unwetter habe ich noch nie im Wettkampf erlebt", sagte Ullrich. DSV-Cheftechniker Björn Weisheit sagte: "Bei solchen Bedingungen bleibst du am besten im Bett." Die Platzierungen der Deutschen waren entsprechend bescheiden: Platz 19 für Christoph Stephan, Greis wurde 21., Andras Birnbacher 23. und Peiffer beendete den Sprint auf Rang 37. Top-Favorit Ole Einar Björndalen, Startnummer 21, musste mit Position 17 zufrieden sein.

Das alles hat auch Auswirkungen auf das Verfolgungsrennen am Dienstag. Als Basis dienen die Zeitabstände des gestrigen Rennens, Stephan und Greis etwa waren fast zwei Minuten langsamer als Jay, der wiederum 12,2 Sekunden vor Svendsen ins Ziel kam. Ullrich glaubt: "Der Verfolger ist für uns schon jetzt vorbei. Wir können jetzt nur noch auf die Staffel, das 20-Kilometer-Rennen und den Massenstart hoffen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare