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Maria Riesch im Zielbereich von St. Moritz.
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Maria Riesch im Zielbereich von St. Moritz.

Maria Riesch beim Super G

Glück im Unglück in St. Moritz

Die Skirennfahrerin aus Partenkirchen berührt einen Tag nach ihrem Sieg in der Abfahrt beim Super-G ein Tor, kann aber einen Sturz gerade noch vermeiden. Der hätte womöglich die Olympia-Teilnahme gekostet.

St. Moritz. Erst nahm Maria Riesch ihrer größten Rivalin Lindsey Vonn den Nimbus der Unbesiegbarkeit, dann hätte sie ein "Adrenalinschock" bei Tempo 100 beinahe die Teilnahme an Olympia gekostet. Die derzeit beste deutsche Ski-Rennläuferin ist bei der Generalprobe für die Winterspiele in St. Moritz durch ein Wellental der Gefühle gefahren. "Mal steil bergauf, plötzlich wieder runter. Das war die klassische Achterbahn, andere zahlen dafür Eintritt", sagte Alpinchef Wolfgang Maier über Rieschs spektakuläre Auftritte.

Wie Riesch selbst, die noch einen Tag nach ihrem ersten Sieg bei einer Abfahrt seit 38 Monaten von "meinem absoluten Highlight dieser Saison" schwärmte, war auch Maier "sehr erleichert", dass auf den Triumph nicht der Sturz ins Bodenlose folgte. Beim Super-G am Sonntag, dem letzten Rennen vor den Spielen, entging Riesch nur um Haaresbreite einem bösen Sturz. Dass sie letztlich Elfte wurde, fand sie "total zweitrangig. Es wäre Wahnsinn gewesen, wenn ich mir weh getan hätte - ausgerechnet vor Olympia. Ich bin nur noch froh."

Dass sie ihr an sich enttäuschendes Abschneiden im Super-G so schnell abhaken konnte, lag auch an ihrem ebenso unerwarteten wie beeindruckenden Abfahrtserfolg. "Was vor ein paar Tagen noch nicht machbar schien, ist nun plötzlich doch wahr geworden. Das ist eine unglaubliche Genugtuung für mich und gibt enormes Selbstvertrauen für die Spiele", sagte die Partenkirchnerin, nachdem sie die zuvor in sechs Weltcup-Abfahrten unbezwungene Vonn geschlagen hatte. Die Amerikanerin wurde Fünfte, kam aber mit ihrem dritten Triumph bei einem Super-G in Folge tags darauf in alter Stärke zurück.

"Es ist ein super Gefühl, Revanche zu nehmen", sagte Vonn nach ihrem neunten Saisonsieg, mit dem sie sich vorzeitig Platz eins in der Disziplinwertung sicherte. Im Gesamtweltcup hat Vonn 137 Punkte Vorsprung auf Riesch, die ihrer größten Konkurrentin im Kampf um Olympia-Medaillen in Abfahrt und Super-G gleichwohl den Kampf ansagte: "Lindsey ist Favoritin, aber Olympia hat eigene Gesetze. Ich will eine Medaille, mein großer Traum ist Gold."

Ende der Materialdiskussion

In der Abfahrt beendete Riesch zudem wie im Vorbeifahren auch noch die seit einigen Wochen tobende Materialdiskussion. Die Slalom-Weltmeisterin fuhr ihren ersten Abfahrtstriumph seit dem 1. Dezember 2006 (Lake Louise) mit einem Frauenski ein, der nach einem Trainingsunfall in Cortina schon als kaputt galt, während Vonn wie gewohnt auf Männermaterial unterwegs war. "Sie hat bewiesen, dass man auch auf Frauenski noch gewinnen kann", sagte Maier zufrieden.

Trotzdem stand nach dem Super-G Rieschs Ski erneut im Fokus. An der gleichen Stelle, an der sie bei der Super-Kombination auf der Corviglia am Freitag ausgeschieden war, machte sie "vor lauter Panik" einen Fehler und streifte mit dem rechten Ski ein Tor. Mit einer akrobatischen Meisterleistung verhinderte Riesch einen Sturz und eine schwere Verletzung, der Ski aber war hin.

"Das hätte böse ausgehen können. Das war ein Adrenalinschock, bei dem mir hundert Gedanken durch den Kopf geschossen sind. Nach dem Motto: Wenn´s mich schmeißt, war´s das mit Olympia", sagte sie. Riesch wird sich in der kommenden Woche in Garmisch auf Olympia vorbereiten und dort "in Ruhe" (Maier) neues Material testen - obwohl Riesch die Diskussion um Männerski für "erledigt" hält.

Gina Stechert war als Elfte der Abfahrt und mit Platz 24 im Super-G "nicht recht glücklich". (sid)

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