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Ist der eine Partner im Krankenhaus, geht es dem anderen mit zunehmendem Alter häufig ebenfalls gesundheitlich schlecht.

Geteiltes Leid

Kranker Partner erhöht Sterberisiko des anderen

Boston (ap). Bei älteren Ehepaaren erhöht ein Krankenhausaufenthalt eines Partners das Sterberisiko des anderen. Dies gilt einer amerikanischen Studie zufolge vor allem bei Diagnosen wie Hüftbruch, Demenz, Schlaganfall oder Herzerkrankungen. Das Sterberisiko des Partners ist demnach bis zu zwei Jahre erhöht.

Daten von 500.000 Paaren ausgewertet

Wissenschaftler der Universität Harvard und der Universität von Pennsylvania werteten die Daten von mehr als 500.000 Paaren im Alter über 65 Jahren im Zeitraum von 1993 bis 2001 aus. Dabei erhöhte vor allem der Tod eines Partners das Sterberisiko des anderen. Fast ebenso gravierende Folgen hatten aber auch Klinikeinlieferungen des Partners wegen Hüftbruch oder psychiatrischen Problemen. Entscheidend war dabei weniger die Gefährlichkeit der Erkrankung, sondern vielmehr der Grad, in dem sie die körperlichen oder geistigen Fähigkeiten des Betroffenen einschränkte.

Je älter, desto deutlicher der Zusammenhang

Je älter die Menschen waren, desto gravierender waren generell die Konsequenzen. Am höchsten ist die Mortalität im Zeitraum von 30 Tagen nach dem Tod oder der Hospitalisierung des Partners, wie die Forscher im "New England Journal of Medicine" berichten.

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