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Ist der Mensch permanent Stress ausgesetzt und überfordert, kann sich das Burn-Out-Syndrom einstellen.

"Gesundheitsschäden durch Stress werden unterschätzt"

Eine "integrale Medizin" könnte dem komplexen Phänomen des Stress' gerecht zu werden.

Stuttgart (ap). Die gesundheitlichen Schäden durch Stress werden nach Ansicht von Experten in den westlichen Industrienationen noch immer unterschätzt. Dabei ist Stress laut einer Studie fast ebenso häufig die Ursache für einen Herzinfarkt wie der Nikotinkonsum oder die Erkrankungen des Fettstoffwechsels. Einen Weg zur Diagnose des sehr komplexen Zusammenspiels von stressauslösenden Faktoren, stressverstärkenden Momenten und individuellen Reaktionsmustern könnte die so genannte integrale Medizin zeigen, wie der Arzt Alfred Wolf in der "Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin"schreibt.

Dabei werden sowohl verbale subjektive Einschätzungen der Stress-Auslöser und der Stress-Verstärker als auch diagnostische Methoden zur Messung und Bestimmung von Art und Intensität der entsprechenden Reaktionen eingesetzt. Um den biochemischen und physikalischen Stress-Zeichen auf die Spur zu kommen, stehen dem Arzt laut Wolf verschiedene Tests zur Verfügung.

Das könnten Blutdruck- oder Herzfrequenzmessungen unter Alltagsbedingungen sein, Stoffwechseluntersuchungen vor allem bei übergewichtigen Patienten, aber auch Labortests von Serum, Speichel oder Urin. Außerdem sei es wichtig, die Belastungen aus dem persönlichen Umfeld des Patienten zu erkennen. Dazu kämen individuelle Stress-Verstärker, die der Arzt durch Fragebogentests aufspüren könnte.

Stress schützt in bedrohlichen Situationen, indem er den Menschen in Sekundenschnelle zu Höchstleistungen antreibt. Eine permanente Überforderung ohne Phasen der Erholung führt zum Burn-out-Syndrom.

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