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Wer fit sein will, muss - und sollte? - kein Bodybuilder sein...

Gesunde Technik: Heimfitnessgeräte vernetzen

Fitness ist eine Wissenschaft, und der Hobbykeller wird dabei schnell zum Heimlabor. So kann man problemlos tausende Euro für Laufbänder, Rudergeräte und Standfahrräder ausgeben.

Von JANKO RÖTTGERS

Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, in denen man das Herz mit Treppensteigen und Rasenmähen auf Trab brachte? Heute nutzen wir an Stelle der Treppe den Lift, und der quietschende Handrasenmäher musste schon vor Jahren einem Elektromodell weichen. Am besten mit Allradantrieb, dann kommt man nicht so schnell ins Schwitzen.

Geschwitzt wird trotzdem, schließlich wollen wir ja alle fit und athletisch bleiben. Dazu stellen wir uns ein persönliches Fitnessprogramm zusammen. Herzklopfen wird dabei zum Cardio Workout, und Muskelkater ist eine Folge des Upper Body Trainings.

Fitness ist eine Wissenschaft, und der Hobbykeller wird dabei schnell zum Heimlabor. So kann man problemlos tausende Euro für Laufbänder, Rudergeräte und Standfahrräder ausgeben. Tschuldigung, solche Geräte heißen Spin-Trainer. Deren Hersteller rechtfertigen die hohen Preise mit allerlei elektronischen Extras. So bieten Fitnessfahrräder oft integrierte Computer, die Puls und zurückgelegte Strecken ihrer Nutzer messen und so langfristig deren Fortschritt überwachen.

Einige japanische Firmen arbeiten daran, derartige elektronische Fitness-Komponenten zu perfektionieren. Sharp, Mitsubishi, Hitachi und zwei weitere Mitstreiter haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um einen Kommunikationsstandard für Fitness- und Gesundheitsgeräte zu entwickeln. Die sollen Daten untereinander tauschen. Ein Blutdruckmesser könnte über das drahtlose Netz mit dem Heimtrainer reden, um das tägliche Trainingsprogramm zu verbessern. Auch die Waage im Bad und der PC im Arbeitszimmer dürften sich einschalten. Nutzer könnten gemeinsam mit ihrem Arzt automatisch entstandene Protokolle besprechen, um Risikofaktoren früh zu erkennen.

Diese Ideen erinnern an die Versuche verschiedener Küchengerätehersteller, die seit Jahren an einem Kommunikationsfluss zwischen Kühlschrank und Mikrowelle arbeiten. Auf dem Markt haben sich derartige Netze bisher nicht durchgesetzt. Vielleicht sollten sich die Küchenleute mit der Fitnessindustrie zusammenschließen. Dann könnten sie einen Fitnesskühlschrank entwickeln, der nach Feierabend nur dann Zugriff aufs Bier gibt, wenn die Besitzer vorher ein paar Kilometer auf dem Heimtrainer angestrampelt haben. Andererseits: Auch hier scheinen die Absatzchancen gering.

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