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Sieger Sebastian Vettel feiert mit dem drittplatzierten Fernando Alonso.
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Sieger Sebastian Vettel feiert mit dem drittplatzierten Fernando Alonso.

Rekordjagd

Gemischte Gefühle

Sebastian Vettel setzt seine Rekordjagd mit dem ersten Indien-Sieg fort und fährt den elften Saisonsieg ein. Vor dem Rennen gedachten die Fahrer den verunglückten Motorsportlern Wheldon und Simoncelli.

Sebastian Vettel setzt seine Rekordjagd mit dem ersten Indien-Sieg fort und fährt den elften Saisonsieg ein. Vor dem Rennen gedachten die Fahrer den verunglückten Motorsportlern Wheldon und Simoncelli.

Sebastian Vettel hat seine Rekordjagd fortgesetzt und das erste Formel-1-Rennen in Indien gewonnen. Der längst als Weltmeister feststehende Red-Bull-Pilot feierte am Sonntag auf dem neuen Buddh International Circuit vor den Toren der Hauptstadt Neu-Delhi bereits seinen elften Sieg in diesem Jahr.

Sollte der 24-Jährige nun auch bei den beiden noch ausstehenden Grand Prix von Abu Dhabi (13. November) und Brasilien (27. November) triumphieren, hätte er die Bestmarke seines Idols Michael Schumacher zumindest eingestellt. Der Rekord-Weltmeister hatte 2004 für Ferrari insgesamt 13 Rennen in einer Saison gewonnen.

„Ich bin natürlich stolz, den ersten Grand Prix in Indien gewonnen zu haben“, sagte Vettel, der aber zugab, dass er an diesem Tag gemischte Gefühle habe: „Zuletzt sind zwei gute Freunde von uns gestorben. Ihnen gelten unsere Gedanken.“ Der Weltmeister meinte damit die tödlichen Unfälle von Indy-Champion Dan Wheldon und Italiens Motorrad-Idol Marco Simoncelli. „Unser Sport ist nun mal gefährlich, und das dürfen wir nie vergessen“, sagte Vettel: „Wir sind bereit, dieses Risiko einzugehen, gleichzeitig beten wir aber auch, dass nichts passiert.“

Vor dem Start gedachten die Fahrer-1-Fahrer in einer Schweigeminute Wheldon und Simoncelli. In der Formel 1 gibt es in Sachen Sicherheit Jahr für Jahr enorme Fortschritte. Der letzte tödliche Unfall liegt bereits mehr als 17 Jahre zurück. Damals starb der dreimalige Weltmeister Ayrton Senna am 1. Mai 1994 in Imola.

Vettel verwies nach 60 Runden den Briten Jenson Button im McLaren auf den zweiten Platz. Auch Button war in Gedanken bei den beiden schrecklichen Ereignissen der vergangenen Wochen. „Das ist eine schwierige und traurige Zeit für den Motorsport. Ich widme dieses Rennen Dan und Marco“, sagte der Brite.

Dritter wurde Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien) vor Vettels Teamkollegen Mark Webber, der im Kampf und den Vize-Titel einen Rückschlag erlitt. Der Australier liegt in der WM-Wertung weiter auf Rang vier, der Rückstand auf den zweitplatzierten Button ist allerdings auf 19 Zähler angewachsen.

Schumacher Fünfter vor Rosberg

Für Michael Schumacher war Indien in jedem Fall eine Reise wert. Der 42-Jährige belegte einen guten fünften Platz und gewann damit auch das teaminterne Duell bei Mercedes mit Nico Rosberg, der Sechster wurde. Adrian Sutil holte beim Heimspiel des Force-India-Team als Neunter noch zwei Punkte. Für Timo Glock war das Rennen schon nach vier Runden beendet. Der Hesse war in eine Startkollision verwickelt und musste den beschädigten Virgin schlíeßlich abstellen.

Wie so oft gelang Vettel auch in Indien ein Blitzstart. Der Red-Bull-Pilot, der zum 13. Mal in dieser Saison auf der Pole Position stand, wehrte den Angriff seines Teamkollegen Webber ab und behauptete die Führung. Der Weltmeister fuhr den Verfolgern sofort davon. Webber dagegen musste Button überholen lassen und fiel auf Rang drei zurück.

Auch nach den ersten Boxenstopps blieb Vettel souverän vorn. Spannender war es da schon weiter hinten. Zum wiederholten Mal gerieten die beiden Intimfeinde Lewis Hamilton und Felipe Massa aneinander. Im Kampf um Platz fünf kam es in der 25. Runde zur Kollision. Während Massa zunächst weiterfahren konnte, musste Hamilton an die Box und den beschädigten Frontflügel wechseln. Dadurch fiel der Brite auf Rang neun zurück.

Wieder Kollision zwischen Hamilton und Massa

„Er hat mir keinen Platz gelassen“, teilte Hamilton seinem Team über Funk mit. So sah das auch der Sky-Experte Marc Surer: „Wenn es einen Schuldigen gibt, dann Massa. Er muss Lewis gesehen haben“, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot. Kleiner Trost für Hamilton: Massa musste wenig später im zu stark beschädigten Ferrari aufgeben, der Brite sicherte sich als Siebter noch ein paar WM-Punkte.

Vettel dominierte das Rennen im Stile eines Champions. Nach dem zweiten Boxenstopp hatte der 24-Jährige mehr als drei Sekunden Vorsprung vor Button. Alonso lag auf Platz drei fast 20 Sekunden hinter Vettel zurück. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Schluss nichts mehr. (dapd)

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