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Inspiration: Laila Anderson (links) und der Stanley-Cup.

NHL

Gemeinsam stark

Ein schwer krankes Mädchen wird zum Sinnbild der ersten Meisterschaft der St. Louis Blues in der NHL.

Den 20 Kilogramm schweren Stanley Cup konnte Laila Anderson nicht allein tragen. Die elf Jahre alte Anhängerin des neuen Champions St. Louis Blues benötigte die Hilfe von Blues-Profi Colton Parayko. Gemeinsam stemmten sie die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt nach dem 4:1 im entscheidenden siebten Spiel der NHL-Finalserie bei den Boston Bruins in die Höhe. „Es ist real“, rief Parayko nach dem ersten Titelgewinn in der 52 Jahre alten Team-Historie vor Freude und wandte sich an den treuen Fan: „Wir haben es geschafft.“

Anderson ist für die Profis der Blues im Meisterjahr zum Sinnbild geworden. Das Mädchen leidet an Hämophagozytischer Lymphohistiozytose (HLH), einer hochgefährlichen und sehr seltenen Autoimmunerkrankung. Ihr Abwehrsystem hat eine gestörte Regulation, produziert zu viele Immunzellen. „Wir blicken zu ihr auf“, sagte Blues-Stürmer Patrick Maroon. „Sie war das ganze Jahr eine Inspiration für uns. Wir haben für sie gekämpft, für das, was sie jeden Tag durchmachen muss.“

Vor dem Entscheidungsspiel am Mittwoch in Boston luden die Blues-Profis auf Initiative von Stürmerstar Alex Steen ihren kleinen Fan ein. Die Ärzte gaben das Okay, Laila Anderson durfte mitfliegen und beim historischen Triumph live dabei sein. Nach dem 4:1 durch die Treffer des wertvollsten Finalspielers Ryan O‘Reilly (17. Minute), Alex Pietrangelo (20.), Brayden Schenn (52.) und Zach Sanford (56.) wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter von ihren Idolen auf das Eis geholt, sie wurde wie ein Team-Mitglied behandelt. „Ich liebe diese Mannschaft“, sagte Anderson mit Tränen in den Augen. „Ich liebe sie so sehr.“ (dpa)

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