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Oberstdorf: Karl Geiger springt beim Training.

Vierschanzentournee

Geiger glanzlos qualifiziert

Mitfavorit Karl Geiger hat seine Pflicht erfüllt und die Qualifikation zum ersten Springen der 67. Vierschanzentournee in seiner Heimat Oberstdorf schadlos überstanden.

Bei zu diesem Zeitpunkt ganz schlechten Windbedingungen sprang der 25-Jährige von der Schattenbergschanze auf 124,0 m und belegte damit Platz 23. Insgesamt erreichten zwölf von 13 gestarteten deutschen Springern den Wettkampf der besten 50 am Sonntag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport).

Während sich nach dem bisherigen Saisonverlauf unerwartet Weltmeister Stefan Kraft (Österreich) mit 138,5 m vor dem weitengleichen japanischen Topfavoriten Ryoyu Kobayashi den Sieg in der Vorausscheidung und 5000 Euro Preisgeld sicherte, war überraschend der frühere deutsche Meister David Siegel (Baiersbronn) als Siebter mit 138,0 m bester DSV-Adler.

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding/130,0) hatte als Zehnter ebenfalls keine Mühe, um auf der von ihm nicht unbedingt geliebten Schanze dabeizubleiben. Eine gute Vorstellung bot Richard Freitag (Aue), der im Vorjahr als Gesamtweltcup-Führender angetreten war und die Qualifikation gewonnen hatte. Der Sachse, zuletzt von erneuten Hüftproblemen gehandicapt, flog mit 133,5 m auf Rang zwölf. Stephan Leyhe (Willingen) reichten bei schlechtem Wind 125,0 m zu Platz 17.

Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl), vor drei Jahren letzter deutscher Sieger am Schattenberg, qualifizierte sich als 24. mit 131,0 m sicher. Der WM-Dritte Markus Eisenbichler (Siegsdorf) zeigte nach starkem Training einen mäßigen Qualifikationssprung und kam mit 127,5 m auf den 30. Platz.

Prominentester Springer, der in der Qualifikation scheiterte, war Japans Oldie Noriaki Kasai (46), der nur Platz 53 belegte. Auch Sloweniens Jungstar Domen Prevc als 41. und der Pole Maciej Kot, Tournee-Vierter 2016/17, als 62. verabschiedeten sich und haben damit schon alle Chancen auf eine gute Gesamtplatzierung verspielt. (sid)

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