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Nur fünf Austragungsorte bestätigt

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UEFA-Präsident Michel Platini spricht im April in Warschau auf einer Pressekonferenz.
UEFA-Präsident Michel Platini spricht im April in Warschau auf einer Pressekonferenz. © Foto: dpa

Die endgültige Benennung der Austragungsorte der Fußball-EM 2012 wird zur Hängepartie. Das UEFA-Exekutivkomitee erklärte in Bukarest die vier polnischen Städte Warschau, Posen, Breslau und Danzig sowie die ukrainische Hauptstadt Kiew als offizielle Spielorte.

Bukarest. Die endgültige Benennung der Austragungsorte der Fußball-EM 2012 wird zur Hängepartie. Das UEFA-Exekutivkomitee erklärte in Bukarest die vier polnischen Städte Warschau, Posen, Breslau und Danzig sowie die ukrainische Hauptstadt Kiew als offizielle Spielorte.

Eine Entscheidung über den Status der restlichen drei Kandidaten aus der Ukraine, Donezk, Lwiw und Charkow, wurde auf den 30. November verschoben. Bis dahin haben die Städte noch Zeit, die Beweise für ihre Tauglichkeit zu erbringen. "Es gibt in der Ukraine noch riesige Infrastrukturprobleme" sagte UEFA- Präsident Michel Platini. Eine Entscheidung über Kiew als anvisierten Endspielort sei ebenfalls noch nicht gefallen.

Ausweichspielorte außerhalb der Ukraine werde es, so die UEFA, nicht geben. Offen ist nur noch die Frage, ob eine 4+2- oder die angestrebte 4+4-Lösung realisiert wird. "Ich sehe diese Entscheidung als faires Angebot, beiden Gastgebern zu vertrauen und nicht zu früh zum Scheitern zu verurteilen", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger, der erstmals in der Exekutive der Europäischen Fußball-Union (UEFA) mitwirkte.

Die Probleme von Co-Gastgeber Ukraine bei Infrastruktur und Stadionbau haben diese Verzögerung nötig gemacht. "Das Paritätsprinzip scheint in der Ukraine sportpolitisch und politisch eine große Rolle zu spielen", meinte Zwanziger, "deshalb hat das Land großes Interesse, alle vier Standorte bestätigt zu bekommen."

Polens Sportminister Miroslaw Drzewiecki erklärte unterdessen in Warschau seine Hoffnung, dass auch die polnischen Städte Krakau und Chorzow noch zu EM-Gastgebern werden. Beide Städte würden an den Vorbereitungen teilnehmen, als ob sie weiterhin potenzielle Kandidaten wären, erklärte Drzewiecki in Warschau.

Drzewiecki verwies allerdings darauf, dass es noch keine endgültige Entscheidung über die restlichen Kandidaten aus der Ukraine gebe. Die ausgeschiedenen polnischen Städte könnten deshalb nach dem 30. November "zum Spiel zurückzukehren". Er wünsche den ukrainischen Partnern den Erfolg, doch als ein bei der Umsetzung von Großprojekten erfahrener Politiker wisse er, dass manchmal auf Reserven zurückgegriffen werden muss. Solange alles noch nicht unter Dach und Fach sei, sei alles möglich, so Drzewiecki.

Der Bürgermeister von Krakau, Jacek Majchrowski, zeigte sich nach der UEFA-Entscheidung sehr enttäuscht. Er sei wütend auf die UEFA, sagte der Politiker. Bislang habe seine Stadt als die am besten vorbereitete Spielstätte gegolten. (dpa)

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