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Javier Martínez, teuerster Spieler der Bundesligageschichte
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Javier Martínez, teuerster Spieler der Bundesligageschichte

Bayern-Neuzugang Javier Martínez

Der freundliche Millionen-Mann

Für 40 Millionen Euro hat Bayern München den spanischen Nationalspieler Javier Martínez verpflichtet - der gibt sich bescheiden

Von Maik Rosner

Für 40 Millionen Euro hat Bayern München den spanischen Nationalspieler Javier Martínez verpflichtet - der gibt sich bescheiden

Als Javier Martínez seinen ersten Auftritt vor der Münchener Presse hinter sich gebracht hat, darf er noch seine neue Wirkungsstätte begutachten. Gemeinsam mit Trainer Jupp Heynckes und Sportvorstand Matthias Sammer tritt er hinaus aus dem Bauch der Arena auf den Platz, auf dem er künftig seine Heimspiele mit dem FC Bayern austragen wird. Fotos sollen gemacht werden, sein Trikot mit der Nummer acht hält das Trio den Fotografen entgegen.

Als sie so dastehen und in die Kameras lächeln, ertönt etwas, das eigentlich erst für die kommende Bundesligapartie gegen den VfB Stuttgart vorgesehen ist. „Javier“ schallt es durch die Arena, gefolgt von einem zweiten Ruf: „Martínez.“ Eine Besuchergruppe, die das Stadion besichtigt, hat den 40-Millionen-Transfer auf dem Rasen erblickt – und begrüßt ihn lautstark so, wie man es sonst vom Stadionsprecher kennt. Martínez lächelt.

Der defensive Mittelfeldspieler hat die Familie mitgebracht zu seiner Präsentation. Mutter Fortu und Vater Victor sitzen im Publikum, als er den Presseleuten die wochenlangen Wirren um diesen komplizierten Deal erklärt. Und wie es doch noch zu dem Vertrag bis 2017 kam. Als wirklich belastend scheint der spanische Nationalspieler das zurückliegende Gezerre nicht zu empfinden. „Ich habe eine unglaubliche Lust, das Spielfeld zu betreten und für dieses Trikot zu kämpfen, dafür bin ich hier“, sagt Martínez.

Seine Gelassenheit erklärt er mit seiner Vergangenheit. Als 17-Jähriger, ohne ein einziges Spiel in der ersten spanischen Liga, sei er für sechs Millionen Euro von CA Osasuna zu Athletic Bilbao gewechselt. Auch damals, sagt Martínez, „musste ich mit dem Druck umgehen und habe diesen in Motivation umgewandelt“. So wolle er es auch jetzt halten, und helfen werde ihm sicher, dass Trainer Heynckes Spanisch sprechen könne.

„Javi kann ja nichts für diese Ablösesumme“, sagt Sportchef Sammer, „wir sind sehr froh, weil der Typus uns sehr gut tut.“ Und Heynckes sagt: „Er ist der Spieler, den wir brauchen.“ Sie erhoffen sich viel von ihm. Nichts Spektakuläres, sondern eher Stilbildendes: Klasse, Übersicht, Defensivstärke, Ordnung im Aufbau.

Javier Martínez kommt eher bodenständig rüber, nicht wie ein kickender Popstar. Freundlich versucht er sich auch mit ein paar Worten in Deutsch. „Ich freue mich, beim FC Bayern zu sein.“ Ganz offensichtlich freut er sich auch aufs Oktoberfest, das in drei Wochen beginnt. „Alle reden mit mir darüber“, sagt er. Und lächelt wieder.

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