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Eric Frenzel kam im Massenstart-Wettbewerb mit einem 10-Kilometer-Lauf und anschließendem Sprung auf Rang Zwei.

Riiber nicht zu schlagen

Frenzel und Rießle springen auf Podest

Der Massenstart-Wettbewerb hat Bewegung in die Nordische Kombination gebracht. Am Ende aber setzten sich genau die durch, die seit Jahren diese Disziplin beherrschen. Gegen den Norweger Riiber hatten die Deutschen aber noch kein Rezept.

Stark gelaufen, gut gesprungen - um zu siegen aber nicht gut genug. Jarl Magnus Riiber hat den deutschen Nordischen Kombinierern erneut den Sieg vor der Nase weggeschnappt.

Beim ersten Massenstart-Wettbewerb nach zehn Jahren eskortierten die Olympiasieger Eric Frenzel und Fabian Rießle den norwegischen Jungstar auf dem Podest. Nach 10 Kilometer Laufen und dem folgenden Sprung war Riiber mit 100 Metern nicht zu schlagen, nachdem er im Lauf Platz fünf erreicht hatte. Der Vorsprung, den sich Frenzel als Dritter und Rießle als Zweiter in der Loipe erarbeitet hatten, war nicht groß genug.

„Ich bin dennoch sehr zufrieden. Im Lauf hat es wie schon am Freitag ganz ordentlich geklappt, im Springen gab es bei endlich einmal fairen Bedingungen Fortschritte“, sagte Frenzel, der sich am Freitag Riiber erst auf der Ziellinie geschlagen geben musste.

Nur wenige Athleten im Feld hatten Erfahrungen mit dem Massenstart, bei dem man als guter Läufer sein Heil in der Flucht suchen musste. Und das taten die DSV-Athleten. Teilweise zu viert führten sie das Feld an, legten auf den ersten fünf Kilometern ein so hohes Tempo vor, dass nur wenige folgen konnten. Die schwächeren Springer wie der Norweger Magnus Krogh, der das Rennen später gewann, oder der Italiener Alessandro Pittin konnten mithalten, vermochten sich aber auch keinen vorentscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. Als Riiber als Fünfter ins Ziel kam, war allen klar, dass der Sieg nur über ihn führen wird.

Und der Norweger zeigte keine Nerven. „Er hat gezeigt, dass er in einer sehr guten Frühform ist, dass er neben dem Springen mittlerweile auch ein sehr stabiler Läufer ist“, lobte Co-Bundestrainer Ronny Ackermann. Aber auch an seinen Schützlingen hatte er angesichts von fünf Athleten unter den besten zehn nicht viel auszusetzen: „Die Jungs kommen immer besser in Form. Heute waren erstmals vergleichbare Bedingungen auf der Schanze und da hat man gesehen, dass wir gar nicht so weit von Riiber weg sind.“

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