1. Startseite
  2. Sport
  3. Sport A-Z

Vor French Open 2022: „Absolute Schande“ - Zverev platzt der Kragen

Erstellt:

Von: Nico Scheck

Kommentare

Der deutsche Tennis-Profi Alexander Zverev verliert vor den French Open im Finale des ATP-Masters in Madrid gegen Carlos Alcaraz aus Spanien.
Der deutsche Tennis-Profi Alexander Zverev verliert im Finale des ATP-Masters in Madrid gegen Carlos Alcaraz aus Spanien. © Manu Fernandez/AP/dpa/Archivbild

Knapp zwei Wochen vor dem Start der French Open 2022 muss sich Alexander Zverev einem 19-Jährigen geschlagen geben. Danach wettert er gegen die ATP.

Madrid – Kater-Stimmung vor den French Open 2022: Die Demontage für das deutsche Tennis-Ass Alexander Zverev im Finale des Masters in Madrid war ein deutlicher Fingerzeig gen Paris. Dieser Carlos Alcaraz, 19, Spanier und offenbar Wunderkind, fegte Zverev beim ATP-Masters mit 6:3, 6:1 vom Feld.

Eigentlich schon Grund genug für Frust, erzürnte Zverev nach dem Finale doch eine gänzlich andere Sache. Und zwar: die Arbeit der ATP.

Zverev schießt gegen ATP: „Absolute Schande“

So bezeichnete Zverev die Arbeit der Spielervereinigung ATP während des Madrider Turniers als „absolute Schande“. Konkret bezog sich der deutsche Tennis-Star dabei auf die späte Ansetzung seiner Matches im Viertel- und Halbfinale. Was genau war passiert?

„Vor zwei Tagen bin ich um vier, halb fünf ins Bett gekommen, am Tag darauf dann um 5.20 Uhr“, wetterte Zverev nach dem verlorenen Finale und schob nach: „Wenn jeder normale Mensch um vier und dann um fünf Uhr ins Bett geht, wird es schwer, überhaupt nur richtig wach zu werden.“ Man sei „am nächsten Tag tot“, wenn man so lange wach ist.

Vor French Open 2022: Zverev unterliegt Alcaraz

Dass er unter diesen Umständen gegen Alcaraz ein Finale spielen musste, sei „schwierig“ gewesen, betonte der Hamburger weiter. Bei eigenem Aufschlag und bei den Grundschlägen habe er „keine Koordination“ gehabt, beklagte Zverev. Das mache ihn „wütend“.

All das wollte Zverev jedoch nicht als Ausrede für seine Final-Niederlage gelten lassen. Der sechs Jahre jüngere Alcaraz sei „im Moment der beste Spieler der Welt“. Das deutsche Tennis-Ass räumte ein, dass er den Spanier selbst bei vollkommener Frische vermutlich nicht geschlagen hätte. In Madrid hatte Alcaraz auf dem Weg ins Finale schon nacheinander Rafael Nadal und Novak Djokovic aus dem Turnier gekegelt. Nadal hatte zuvor über eine „unheilbare Verletzung“ geklagt. Tags darauf setzte es das Aus gegen seinen Landsmann.

Alcaraz ist Top-Favorit bei den French Open 2022

Alcaraz selbst will auf das Masters in Rom verzichten. Das kündigte er kurz nach seinem Madrid-Triumph an. Vielmehr wolle er bei den French Open „bei 100 Prozent“ sein. Die French Open finden vom 22. Mai bis 5. Juni statt, Alcaraz gilt als einer der Favoriten.

Carlos Alcaraz und Alexander Zverev
Carlos Alcaraz (l.) und Alexander Zverev (r.). © Paul Zimmer/Imago Images

Das 19-jährige Wunderkind könne „alles erreichen“, zeigte sich selbst Nadal beeindruckt. Das weiß auch Alcaraz selbst: „Ich sehe keine Grenzen für mich. Ich fühle mich bereits für die Topspieler in jedem Turnier, in jedem Match, auf jedem Belag.“ In Madrid hat er genau das bewiesen. Jetzt kommen die French Open. (nc)

Auch interessant

Kommentare