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Bereit für die Bayern: Lyons Brasilianer Juninho.
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Bereit für die Bayern: Lyons Brasilianer Juninho.

Champions League

Ein freier Platz in der Vitrine

Dem Bayern-Gegner Lyon fehlt ein europäischer Titel. Benzema nährt die Hoffnungen in der Champions League.

Von RALF ITZEL

Ein Ex-Trainer bündelte zu Saisonbeginn die Wünsche vieler französischer Fußballfreunde. "Alle haben Lust, dass Lyon mal so richtig auf die Schnauze fällt", tönte der frühere Marseiller Coach José Anigo. Außer den Lyonern selbst natürlich, deren sieben Meistertitel in Folge Neid und Langeweile erzeugt haben. Monsieur Anigo kann nicht geholfen werden. Olympique Lyonnais thront schon wieder unangefochten an der Tabellenspitze der Ligue 1. Die Bilanz: ein Unentschieden, sechs Siege, nur drei Gegentore. "Stärker als je zuvor", titelte L'Equipe.

Liga-Siege mit dem B-Team

Ligaspiele werden schon mal im Schongang vom B-Team nach Hause geschippert. So konnte Freistoßkünstler Juninho zuletzt zweimal folgenlos aussetzen. Der Brasilianer beklagte Leistenprobleme und konzentriert sich auf den heutigen Auftritt bei den Münchner Bayern.

In der Champions League will sich Frankreichs Vorzeigeverein endlich ins Rampenlicht spielen. Als bekannt wurde, dass OL bis 2012 in Eigenregie für rund 350 Millionen Euro ein neues Stadion bauen will, sagten Spötter, Präsident Jean-Michel Aulas solle lieber passende Spieler kaufen, um endlich mal über das Viertelfinale hinauszukommen. Dort ist traditionell Endstation. Lyon ist einer der gesündesten Großklubs Europas, vergangene Saison wurden 20,1 Millionen Euro Gewinn verbucht. Aber ein Europapokal steht noch nicht in der Vitrine. Der neue Trainer Claude Puel, früher in Monaco und Lille tätig, soll die Disziplin zurückgebracht haben. Der 47-Jährige, wie Jürgen Klinsmann ein Anhänger des Rotationsprinzips, firmiert als Manager englischer Prägung und ließ sich allerlei Mitspracherechte zusichern.

Die Hoffnungen ruhen auf Juninhos Standards und der Klasse von Karim Benzema. Der 20-jährige Nationalstürmer schoss am Samstag sein sechstes Tor im siebten Ligaspiel. Zum Champions-League-Start gegen Florenz erzielte er den Ausgleichstreffer zum 2:2. Seit seinem achten Lebensjahr kickt der Lyoner algerischer Abstammung für OL. Benzema ist ein kompletter Stürmer, kann kalt vollstrecken, mit Übersicht passen oder unwiderstehlich losspurten. Kürzlich, bei der Vertragsverlängerung bis 2013, wurde seine Ablösesumme auf 100 Millionen Euro festgeschrieben.

Hätte Puel im Mittelfeld neben Juninho noch Essien, Diarra und Malouda zur Verfügung, könnte die Mannschaft international allerhöchsten Ansprüchen genügen, aber die wurden inzwischen teuer nach Chelsea und Madrid verkauft. Schwachstellen sind die Positionen außen in der Viererkette vor U 21-Nationalkeeper Hugo Lloris. Weil der italienische Weltmeister Grosso und der französische Auswahlspieler Clerc verletzt sind, müssen Innenverteidiger aushelfen. Neben Benzema stürmen wird entweder der Brasilianer Fred, Torschütze am Samstag, der Neukaledonier Piquionne, der gegen Florenz traf, oder Nationalstürmer Sidney Govou.

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