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Daniel Narcisse.
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Daniel Narcisse.

Dritter großer Coup in Folge

Frankreichs Handballer holen EM-Titel

Frankreichs Handballer gewinnen zum zweiten Mal nach 2006 den EM-Titel. Kroatien muss sich im Endspiel in Wien geschlagen geben. Die hochgewetteten Polen beenden das Turnier nicht mal auf einem Podestplatz.

Wien. Frankreichs Handballer haben ihre glanzvolle Siegesserie fortgesetzt und als neue Europameister das goldene Triple vollendet. In einem packenden und über weite Strecken hochklassigen Endspiel bezwangen die Franzosen am Sonntagabend in der Neuauflage des vorjährigen WM-Finales Kroatien mit 25:21 (12:12).

Nach dem Olympiasieg 2008 und dem WM-Titel 2009 machte das Team um Welthandballer Thierry Omeyer damit die bislang einmalige Titelserie perfekt. Vor 11000 Zuschauern in der ausverkauften Wiener Stadthalle warfen Nikola Karabatic (6) für Frankreich und Vedran Zrnic (7) für Kroatien die meisten Tore.

Zuvor hatte Island mit Bronze die zweite Medaille bei einem großenTurnier nach Silber bei den Olympischen Spielen 2008 gewonnen. DieNordeuropäer setzten sich im "kleinen Finale" gegen Polen mit 29:26(18:10) durch. Die Isländer hatten am Vortag ihr Halbfinale gegenFrankreich mit 28:36 (14:16) verloren, die Polen gegen Kroatien mitmit 21:24 (10:9) den Kürzeren gezogen.

Der entthronte Titelverteidiger Dänemark sicherte sich durch ein34:27 (18:13) gegen Spanien Platz fünf. Die deutsche Mannschaft war als enttäuschender Zehnter bereits vor dem Final-Wochenende abgereist. Als wertvollster Spieler des Turniers wurde der TschecheFilip Jicha vom THW Kiel ins Allstar-Team gewählt, dem mit Igor Vori (Kroatien), Slawomir Szmal (Polen) und Olafur Stefansson drei weitereBundesliga-Spielen angehören.

Die beiden bis zum Finale ungeschlagenen Mannschaften boten einEndspiel mit allen Attraktionen des Handballs: Die Torhüter Omeyer(Frankreich) und Mirko Alilovic (Kroatien) glänzten mit tollenParaden, die Spielmacher Karabatic (Frankreich) und Ivano Balic(Kroatien) zauberten mit raffinierten Anspielen, und auch dieAbwehrreihen blieben sich nichts schuldig.

Zunächst bestimmte Kroatien die Partie unter Leitung der souveränen deutschen Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe aus Vellmar ("Das ist der absolute Höhepunkt in unserer Karriere"). Der WM-Zweite führte beim 4:2 (10.) erstmals mit zwei Toren. Diesen Rückstand machten der Weltmeister beim 6:6 (15.) wieder wett, ehe die Kroaten sich beim 12:9 (28.) gar auf drei Tore absetzen konnten.

Zittern bis zum Schluss

Allerdings ließen sich die Franzosen davon nicht beirren und glichen bis zu Pause wieder aus. Nach Wiederanpfiff drehte der Olympiasiegerund Weltmeister auf, enteilte auf 17:13 (38.), musste aber trotzdem bis zum Ende zittern.

Vor den Franzosen hatten bereits die Isländer gejubelt. "Das ist ein neues Kapitel in der Handball-Geschichte Islands. Zwei Medaillen hintereinander hat es noch nie gegeben", sagte Trainer Gudmundur Gudmundsson. Nachdem der Olympia-Zweite am Vortag nach der Halbfinal-Niederlage noch mit hängenden Köpfen vom Platz geschlichen war, tanzten die Mannen um Kreisläufer Robert Gunnarsson durch die Gänge der Wiener Stadthalle. "Wir sind total glücklich jetzt. Wir haben nur einmal verloren und können mit erhobenen Köpfen aus Wien abreisen.

Mit einer Medaille um den Hals zurückzukommen, ist ein gutes Gefühl", sagte der Legionär vom VfL Gummersbach. (dpa)

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