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Unschlagbar: die Franzosen sind wieder die besten Handballer der Welt.

Krimi bei Handball-WM

Frankreich erneut Weltmeister

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Mit dem 37:35-Sieg nach Verlängerung gegen Dänemark hamsterten die Franzosen in Malmö den vierten Titel in Serie. Zuvor hatte sich Spanien mit dem 24:23-Sieg über Gastgeber Schweden die Bronzemedaille gesichert.

Mit dem 37:35-Sieg nach Verlängerung gegen Dänemark hamsterten die Franzosen in Malmö den vierten Titel in Serie. Zuvor hatte sich Spanien mit dem 24:23-Sieg über Gastgeber Schweden die Bronzemedaille gesichert.

Die Nervosität legte sich erst langsam. Claude Onesta knabberte noch lange an seinen Fingernägeln. „Welch eine Dramaturgie, was für ein Sieg“, krächzte der französische Nationaltrainer. Wenige Minuten zuvor hatte er die Weltmeister-Trophäe in die Höhe gestemmt. Mit dem 37:35 (31:31, 15:12)-Sieg nach Verlängerung gegen Dänemark hamsterten die Franzosen am Sonntagabend in Malmö den vierten Titel in Serie. Am Nachmittag hatte Spanien sich mit dem 24:23-Sieg über Gastgeber Schweden die Bronzemedaille gesichert.

Olympiasieger 2008, Weltmeister 2009, Europameister 2010 – und jetzt erneut die globale Nummer eins. „Wir werden weitermachen, immer weitermachen, so lange es geht“, sagte Bertrand Gille vom HSV Hamburg. Es war ein hochdramatisches Finale, in dem der beste Handball über den schönsten Handball dieser WM triumphierte. Allerdings gelang es den Skandinaviern nur selten, ihr gewohntes Hochgeschwindigkeitsspiel zu demonstrieren. „Die Distanz zu den Franzosen ist aber kleiner geworden“, sagte Anders Eggert, einer von fünf Flensburger Bundesliga-Profis im Kader der Dänen.

Der Mann des Abends hieß Nikola Karabatic. Der zum wertvollsten Spieler dieser WM gekürte Rückraumstar der Franzosen erzielte zehn Tore. Karabatic genoss das Bad in der Menge:. „Ich wusste, wenn wir Weltmeister werden wollten, muss ich noch mehr Verantwortung übernehmen, weil Daniel Narcisse fehlte.“ Narcisse und Guillaume Gille mussten verletzungsbedingt ersetzt werden.

„Die Franzosen sind so was von abgezockt“, sagte Lars Christiansen über die letzen fünf Minuten der Verlängerung, in der Torhüter Thierry Omeyer zwei entscheidende Bälle parierte. „Wir werden wohl kaum schlafen“, meinte Gille. „Mein Bruder hat den Kofferraum voll mit Pastis.“ Am heutigen Montag werden die Helden zum Triumphzug auf den Pariser Champs Elysees erwartet. Anschließend geht’s für Onesta zur Maniküre.

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