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Helfer schaufeln schon mal den Schnee von der Mühlenkopfschanze.

Skispringen in Willingen

Flugschau mit kleinen und großen Adlern

Die deutschen Skispringer wollen in Willingen an ihre jüngsten Erfolgserlebnisse anknüpfen. Sogar eine Wiederholung des Vorjahressieges scheint mittlerweile nicht mehr ganz so utopisch.

Von Susanne Rohlfing

Die deutschen Skispringer haben lange gebraucht, um endlich wieder erfolgreich zu sein. Zuletzt ist es ihnen gelungen. Durch Severin Freund, der in Sapporo den ersten deutschen Weltcupsieg seit vier Jahren feierte und durch Michael Uhrmann, der sich mit Platz drei in Zakopane in der Weltspitze zurückmeldete. Fest steht: besser hätte das Timing kaum sein können.

Pünktlich zum Weltcup vor heimischem Publikum am Wochenende im hessischen Willingen sind deutsche Triumphe plötzlich wieder möglich und die Hoffnung, den Vorjahressieg zu wiederholen, erscheint nicht mehr ganz so utopisch. Komplettiert wird das deutsche Team von Bundestrainer Werner Schuster durch Pascal Bodmer, Stephan Hocke, Michael Neumayer und Martin Schmitt. Dieser wird in Willingen auf jeden Fall etwas zu feiern haben, denn er wird am Samstag 33 Jahre alt.

Das allein würde Schuster aber nicht reichen. Seine Zielvorgabe lautet: „Im Teamspringen wollen wir einen Platz auf dem Podest.“ Severin Freund geht die Wettkämpfe optimistisch an. „Es werden sicherlich wieder spannende und hochklassige Wettkämpfe, denn die Schanzen lassen große Weiten zu“, sagt er. „Ich fühle mich gut in Form und möchte die richtige Mischung aus sportlicher Konzentration und dem Genießen der Atmosphäre finden.“

Willingen ist auch der Auftakt der Team-Tour mit weiteren Stationen am 2. sowie 5. und 6. Februar in Klingenthal und Oberstdorf. Somit verwundert es nicht, dass der Wettbewerb im Sauerland auch international erstklassig besetzt ist. Der Pole Adam Malysz wird nach seinem schweren Sturz in Zakopane zur Mühlenkopfschanze kommen, und die führende Skisprung-Nation Österreich tritt mit seinem Topteam an. Vierschanzen-Tournee-Sieger Thomas Morgenstern gibt sich allerdings bescheiden: „Wir haben eine sehr große Qualität in der eigenen Mannschaft, aber uns ist bewusst, dass der Erfolg nicht selbstverständlich ist“, sagt er. Und: „Mein Geheimtipp wäre die deutsche Mannschaft, die zeigt ganz klar eine positive Entwicklung.“

Karten für die Qualifikation am Freitag und die Springen am Samstag und Sonntag sind an der Tageskasse noch zu haben.

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