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Sebastian Vettel: Kaum noch Chancen bei Ferrari.

Formel 1

Auslaufmodell Sebastian Vettel

Die Zukunft von Ferrari heißt Charles Leclerc - Sebastian Vettel dürfte das kaum gefallen.  Ein Kommentar.

Schöne Bescherung für Sebastian Vettel: Einen Tag vor Heiligabend hat ihm sein Arbeitgeber Ferrari mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung seines Teamkollegen Charles Leclerc bis 2024 ein besonderes Geschenk unter den Baum gelegt. Gefallen wird es ihm kaum. Denn jetzt hat der Heppenheimer schriftlich, was er vorher nur geahnt hatte: Die Zukunft von Ferrari heißt Leclerc.

Ferrari gibt Leclerc einen Fünf-Jahres-Vertrag

Fünf-Jahres-Verträge in der Formel 1 sind ungewöhnlich, umso eindeutiger ist das Langzeitbekenntnis der Scuderia zum Monegassen. Vettel, der nur noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, muss die Feiertage nutzen – und über seine Zukunft nachdenken. Denn eines ist klar: Geschenke wird ihm Ferrari 2020 keine machen, teamintern gilt er trotz anderen Ankündigungen von Teamchef Mattia Binotto spätestens jetzt als Nummer-2-Pilot. 

Als Auslaufmodell, das keinen Ärger mehr machen soll und vor allen Dingen nicht Ferrari-Liebling Leclerc im Weg stehen darf. Ferrari hat dem vierfachen Weltmeister mit der Leclerc-Verlängerung ein Halsband mit kurzer Leine angelegt. Er ist es jetzt, der Kollisionen mit dem Teamkollegen verhindern muss, Leclerc hingegen hat einen Freifahrtschein.

Ob Vettel das will? Sicher nicht. Verträge sind in der Formel 1 wenig wert, bei Ferrari am wenigsten. Es ist denkbar, dass er schon vorher das Handtuch wirft. Mag sein, dass Vettel bei anderen Teams noch hoch im Kurs steht, bei Ferrari sicher nicht mehr.

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