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Das Fasten spielt in vielen Religionen eine Rolle. Wer aber tagelang fastet, schadet seinem Körper. Kopfschmerzen, Gichtanfälle oder sogar der Abbau der Muskulatur können die Folge sein.
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Das Fasten spielt in vielen Religionen eine Rolle. Wer aber tagelang fastet, schadet seinem Körper. Kopfschmerzen, Gichtanfälle oder sogar der Abbau der Muskulatur können die Folge sein.

Ernährung

Fasten kann zu Mangelerscheinungen führen

Das Fasten spielt in vielen Religionen eine Rolle. Wer aber tagelang fastet, schadet seinem Körper. Kopfschmerzen, Gichtanfälle oder sogar der Abbau der Muskulatur können die Folge sein.

Köln (ddp) - Nach Karneval beziehungsweise Fasching beginnt für viele Menschen die Fastenzeit. Sie spielt in vielen Religionen eine Rolle und dient vor allem der Einkehr und Besinnung. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist der jahrhundertealte Brauch allerdings nicht zu empfehlen: "Der Körper kann durch strenges Fasten Schaden nehmen", sagt Sven-David Müller-Nothmann, Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung und Diätetik in Köln und Autor des Buches "Die größten Diätlügen".

Grundsätzlich sei gegen die Abkehr von übertriebener Völlerei nichts einzuwenden. So mache es durchaus Sinn, den Genuss von Alkohol oder Zigaretten einzuschränken oder ganz einzustellen. "Auf lebenswichtiges Eiweiß, Vitamine oder Spurenelemente kann der Körper dagegen nicht verzichten", erläutert Müller-Nothmann. Wer tagelang faste, müsse mit Mangelerscheinungen rechnen. Auch könne es zu Kopfschmerzen und Gichtanfällen und einem Abbau der Muskulatur kommen. "Dazu gehört auch der lebenswichtige Herzmuskel", warnt der Ernährungsexperte.

Für schwangere und stillende Frauen sowie Diabetiker sei Fasten grundsätzlich tabu. Allen anderen rät Müller-Nothmann, sich vor einer Fastenkur von einem Arzt untersuchen zu lassen. Das Fasten sollte dann möglichst moderat ausfallen. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist ausgewogene Kost wichtig. Nur einmal am Tag, aber dafür ausgiebig zu essen wie beim islamischen Fasten während des Ramadans ist dem Experten noch am wenigsten problematisch. "Für unsere Vorfahren war das völlig normal - sie aßen viel, wenn es etwas gab", sagt Müller-Nothmann.

Überschüssige Pfunde werde man mit dem Fasten übrigens nicht los. Zwar verliert der Körper durch Hungern und Dürsten an Gewicht. Es wird aber praktisch nur Muskelmasse und kaum Fett abgebaut. Mit den schwindenden Muskeln jedoch sinkt auch der Energiebedarf. "Wer dann nach dem Fasten wieder normal isst, lernt schnell den berühmten Jojo-Effekt kennen", sagt Müller-Nothmann. Erst hat das Fasten dem Körper Mangelerscheinungen beschert und dann wird die Kur auch noch mit zusätzlichen Fettpölsterchen bestraft.

Sven-David Müller-Nothmann, Doreen Nothmann: "Die dicksten Diätlügen. Warum Diäten nicht funktionieren und wie man trotzdem abnimmt", Schlütersche, 2007, 12,90 Euro, ISBN 978-3899935332

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