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Das Zünden von Bengalos in einer Menschenmenge ist gefährlich. Die Innenminister der Länder beraten über härtere Strafen.

Innenminister-Vorschlag

Fanvertreter: Haft wegen Bengalos „grenzt an Populismus“

Die Fan-Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ hat den Innenminister-Vorschlag kritisiert, das Zünden von Bengalos in Fußball-Stadien künftig mit Gefängnis zu bestrafen.

Die Fan-Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ hat den Innenminister-Vorschlag kritisiert, das Zünden von Bengalos in Fußball-Stadien künftig mit Gefängnis zu bestrafen.

„Der Vorschlag der Innenminister grenzt an Populismus“, sagte Jochen Grotepaß von „Unsere Kurve“ der „Rheinischen Post“. „Man sollte besser die normalen juristischen Verfahren nutzen, die es schon gibt.“ Bisher ist das unerlaubte Abbrennen von Pyrotechnik eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld bestraft wird.

Auf der Herbst-Konferenz in Magdeburg vom 28. bis 30. November wird diskutiert, den Einsatz von Pyrotechnik in Menschenmengen künftig mit bis zu einem Jahr Haft zu bestrafen, wie Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der CDU-Politiker ist Vorsitzender der Innenministerkonferenz. Er unterstütze einen entsprechenden Vorschlag aus Hessen, so Stahlknecht.

Solche Ideen vor einer Innenminister-Konferenz seien nichts Neues, sagte Grotepaß. „Vor solchen Konferenzen ist das Säbelrasseln immer groß.“

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