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Die Fans bleiben weg

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Den Sieg bejubelt vor kleiner Kulisse: Brandon Reid von den DEG Metro Stars.
Den Sieg bejubelt vor kleiner Kulisse: Brandon Reid von den DEG Metro Stars. © getty

Schwache Zuschauerzahlen in der Deutschen Eishockey-Liga bereiten einigen Vereinen Sorge.

Meister Eisbären Berlin läuft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) der Konkurrenz davon und zieht die Fans in Scharen an. Die Verfolger nehmen sich gegenseitig die Punkte weg und werden von ihren Anhängern im Stich gelassen.

Während 14.100 Zuschauer in Berlin den souveränen 6:2-Sieg des Tabellenführers gegen die Hamburg Freezers bejubelten, kamen zu den sechs anderen Spielen der achten Runde lediglich 22.434 Besucher, im Schnitt 3739.

Besonders alarmierend war die Resonanz bei den Rivalen Kölner Haie und Düsseldorfer EG. 6013 Zuschauer stellten in der Kölnarena beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Hannover Scorpions den schlechtesten Besuch seit dem Umzug aus dem Eisstadion an der Lentstraße 1998 dar. Im Düsseldorfer Dome verloren sich beim 4:2 gegen Rekordmeister Adler Mannheim nur 4579 Fans.

DEG ist Kummer gewohnt

"Ich habe zwar eine schwache Zuschauerzahl befürchtet, aber so etwas natürlich nicht", sagte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin, der mit rund 7000 Besuchern gerechnet hatte: "Wenn es in den nächsten Wochen ähnlich ist, müssen wir uns Gedanken machen." Den bisherigen Minusrekord hatten die Haie am 4. November 2007 mit 6450 Zuschauern gegen Duisburg aufgestellt.

In Düsseldorf ist man derartigen Kummer seit dem Umzug von der traditionsreichen Brehmstraße in die neue Arena im Vorort Rath vor drei Jahren gewohnt. Nur ein einziges Mal, beim vierten Finale in der vergangenen Saison gegen Berlin, war der Dome mit 13.376 Zuschauern ausverkauft. Diesmal hatte sogar Mannheims Trainer Doug Mason mit den Düsseldorfer Verantwortlichen Mitleid. "Verlierer sind jene 5000 Zuschauer, die heute nicht da waren", sagte der Holland-Kanadier.

Elf der 15 DEL-Klubs liegen nach den ersten acht Spieltagen unter dem Zuschauerschnitt der Vorsaison. Auch wenn zu diesem frühen Zeitpunkt die Zahlen noch nicht sehr aussagekräftig sind, ist der Trend bei einigen Vereinen schon jetzt besorgniserregend. Die Krefeld Pinguine, die beim 4:2 gegen die Kassel Huskies nur 2467 Fans begrüßten, liegen 1000 Besucher unter dem Vorsaisonschnitt. In Nürnberg sahen nur 3039 Zuschauer das 6:2 gegen die Iserlohn Roosters. "Das war beste Werbung fürs Eishockey. Wir hätten eigentlich eine volle Halle verdient", sagte Nationalspieler Björn Barta. Die Franken (minus 900) hinken ebenso wie Hannover (minus 2200), Mannheim (minus 1100), Düsseldorf (minus 1500) und Köln (minus 1000) den Zahlen der vergangenen Spielzeit schon deutlich hinterher.

Sportlich durften die rheinischen Rivalen immerhin zufrieden sein. Die DEG schob sich mit dem zweiten Sieg des Wochenendes auf Platz sechs. Die Haie liegen als Fünfter knapp vor dem Nachbarn. (sid)

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