+
Joseph Blatter war von 1998 bis 2016 FIFA-Präsident.

Verkauf der Vermarktungsrechte

Ex-FIFA-Präsident Blatter attackiert Nachfolger Infantino

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino kritisiert. „Er hintergeht die eigenen Leute - und missbraucht das Vertrauen der FIFA. Und wo bleibt die von ihm immer wieder gepredigte Transparenz? Das geht doch nicht, als Präsident muss er Vertrauen aufbauen“, sagte Blatter dem Magazin „Sport Bild“.

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino kritisiert. „Er hintergeht die eigenen Leute - und missbraucht das Vertrauen der FIFA. Und wo bleibt die von ihm immer wieder gepredigte Transparenz? Das geht doch nicht, als Präsident muss er Vertrauen aufbauen“, sagte Blatter dem Magazin „Sport Bild“.

Hintergrund der Kritik ist Infantinos Plan, einem Konsortium für 25 Milliarden Dollar nicht nur die Vermarktungsrechte für eine reformierte Club-WM und eine neue globale Nations League, sondern auch für diverse andere FIFA-Lizenzrechte und künftige Wettbewerbe zu veräußern.

Dass Infantino als repräsentativer und nicht-operativer Präsident das 25-Milliarden-Dollar-Angebot selbst verhandele, aber dem FIFA-Rat keine Details verrate und Aufsichtsratschef des neuen Konsortiums werden solle, muss laut Blatter Konsequenzen haben: „Infantino ist Präsident der FIFA, man kann doch nicht eine zweite Organisation daneben schaffen, die Wettbewerbe verkauft! Das ist organisch und statuarisch gar nicht möglich.“

Blatter führte die FIFA von 1998 bis 2016. Wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung wurde er von der Ethikkommission des Weltverbandes für acht Jahre gesperrt. Ein Berufungsgericht reduzierte diese Sperre jedoch um zwei Jahre.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion