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Freut sich auf die neue Saison: Weltmeister Sebastian Vettel.

Warm-up in der Formel 1

Erwachen aus dem Winterschlaf

Auch wenn die neue Saison der Formel 1 noch ein bisschen auf sich warten lässt, herrscht jetzt schon Hochspannung bei den Teams, die mit den ersten Testfahrten in die Vorbereitung starten.

Mit den Testfahrten am Dienstag erwacht die Formel 1 aus ihrem Winterschlaf, und Weltmeister Sebastian Vettel freut sich riesig auf seine erste Fahrt mit dem neuen Red Bull und vor allem auf die Startnummer 1. „Nein, gesehen habe ich die Eins auf dem Auto noch nicht. Aber es ist schön, dass es wieder losgeht“, sagte der 23-Jährige bei einem Sponsorentermin in Österreich, bei dem er nach ein paar Wochen der Entspannung wieder seine persönliche Drehzahl hochgefahren hat.

Aber nicht nur Vettel, auch das Mercedes-Werksteam mit Nico Rosberg und Michael Schumacher fiebert der Vorstellung des neuen Autos entgegen. „Natürlich hat man eine Pause gebraucht und wollte Abstand gewinnen. Aber recht bald habe ich mich wieder auf die Formel 1 gefreut“, sagte Vettel. „Ich will wieder angreifen. Es geht wieder bei Null los, egal ob ich im Jahr davor oben stand oder Zweiter, Dritter oder Vierter war.“

An das Gefühl, Weltmeister zu sein, hat sich Vettel „jeden Tag ein bisschen mehr“ gewöhnt, vor allem, seit er im Dezember den WM-Pokal in Empfang nehmen durfte, „auf dem mein Name stand. Seitdem weiß ich, dass es stimmt.“ Kein Wunder, dass er diese Trophäe so schnell nicht wieder hergeben will. „Die einzige Art und Weise, ihn zu behalten, ist, wieder Weltmeister zu werden“, sagte der eingefleischte Red-Bull-Pilot. „Ich fühle mich sehr wohl. Sowohl vertraglich als auch von meinem Gemüt her ist soweit alles im Lot. Damit sollte alles für die nächsten Jahre gerichtet sein. Im Moment gibt es da wenig zu diskutieren, aber ich bin ja noch jung“, sagte Vettel.

Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, Vettel würde von einem Wechsel zu Ferrari oder Mercedes träumen. Der Heppenheimer machte keinen Hehl daraus, dass solche Teams in der Formel 1 ein Mythos seien und jeder Fahrer gerne einmal dort fahren wolle. Derzeit sieht er allerdings Red Bull als seine Heimat an, nachdem der Energiedrink-Konzern von Milliardär Dietrich Mateschitz ihn durch eine jahrelange systematische Förderung zum Weltmeister gemacht hatte.

Mercedes macht mobil

Bei Mercedes träumt man ebenfalls vom Titel. Sportchef Norbert Haug weiß aber, dass Schumacher und Rosberg einen konkurrenzfähigeren Silberpfeil brauchen. „Nico und Michael werden Rennen gewinnen, wenn wir ihnen das passende Auto dazu geben. Und das haben wir uns vorgenommen, auch wenn das nicht unbedingt vom ersten auf das zweite Jahr passieren kann“, sagte Haug. Die Mannschaft um Teamchef Ross Brawn habe härter gearbeitet als je zuvor. Haug: „Wir wollen einen guten Schritt nach vorne machen. Wie weit dieser uns bringen wird, hängt davon ab, wie gut die Konkurrenz an ihren neuen Autos gearbeitet hat. Natürlich können wir vor der Saison keine Siege versprechen. Versprechen können wir allerdings, dass wir uns so lange steigern werden, bis wir regelmäßig gewinnen werden, auch wenn dies Zeit in Anspruch nehmen wird.“


Als erstes Team hatte Ferrari am Freitag seinen neuen Boliden vorgestellt. McLaren wird sein neues Auto erst nach den ersten drei Testtagen am kommenden Freitag in Berlin enthüllen. Red Bull und Mercedes zeigen am Dienstagmorgen erstmals ihre neuen Kreationen. (sid)

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