„Erste von zwei Chancen vorbei“

Volleyballerinnen verpassen Tokio-Ticket.

Mit Frust über die im ersten Anlauf verpasste Olympia-Teilnahme reisen die deutschen Volleyballerinnen aus China ab. Nach Niederlagen gegen den EM-Dritten Türkei (1:3) und Olympiasieger China (1:3) beim interkontinentalen Qualifikationsturnier in Ningbo muss Felix Koslowskis junge Mannschaft nachsitzen. „Da gehen auch schon ein bisschen die Gedanken hin“, räumte Sportdirektor Christian Dünnes vor dem Rückflug in die Heimat am Montag ein. Im Januar werden die letzten Tickets für Tokio 2020 vergeben.

Der erfolgreiche Schlusspunkt mit dem 3:0 (25:18, 25:22, 25:16) am Sonntag gegen Tschechien war zu wenig. Denn nur der Gruppensieger sicherte sich definitiv die Reiseerlaubnis nach Japan im nächsten Jahr. „Aktuell sieht es so aus, als ob wir unsere Hausaufgaben machen“, lobte Dünnes jedoch den insgesamt überzeugenden Auftritt der Deutschen in Fernost.

Die Türkei und China waren einfach eine Nummer zu groß. Der EM-Achte präsentierte sich aber auch ohne Libera Lenka Dürr (Karriereende) und die verletzte Außenangreiferin Hanna Orthmann (Oberschenkelprobleme) gegen die beiden Schwergewichte in starker Form. „Spielerisch insgesamt sehr überzeugend“, laute das Fazit, resümierte Dünnes. Mit der Türkei sei die Mannschaft „auf jeden Fall auf Augenhöhe“ gewesen. Auch gegen China habe das Team „sehr gut mitgehalten.“

Der Erfolg gegen Tschechien war sportlich bedeutungslos, nach dem Verpassen des Olympia-Tickets aber zumindest ein Zeichen mentaler Widerstandsfähigkeit. (dpa)

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