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Auch an Erste-Hilfe-Stationen sollen Unfallpatienten zum Rauchstopp bewegt werden.

Erste Hilfe gegen Nikotin

Raucher sollen an Rettungsstellen zum Rauchstopp bewegt werden

Berlin (ap). Nikotinabhängige sollen nun auch an Erste-Hilfe-Stationen zum Rauchstopp bewegt werden. Mediziner des Berliner Uniklinikums Charité hatten bereits in einer Studie nachgewiesen, dass mehr als die Hälfte der verunglückten Männer und 40 Prozent der betroffenen Frauen Raucher waren, wie Forschungsleiterin Claudia Spies erläuterte.

Erstmals in einer deutschen Rettungsstation

Nun solle gezeigt werden, dass es auch in einer Rettungsstelle trotz beschränkter Ressourcen und begrenzter Zeit möglich sei, die Patienten zum Rauchstopp zu motivieren.

Zunächst werde mit Fragebögen und intensiven Einzelgesprächen die Motivationslage zur Änderung des Verhaltens ermittelt. Dem schlössen sich innerhalb von vier Wochen Telefonkontakte an, um die Wirksamkeit des Rauchstopps zu überprüfen, sagte Spies. Sollte sich diese erstmals in einer deutschen Rettungsstelle angewandte Methode als wirksam erweisen, sei eine umfassende Einführung des Programms in Rettungsstellen von Krankenhäusern vorgesehen.

Weder Laster noch Leidenschaft

"Den meisten Rauchern gelingt es nicht aus eigener Kraft, das Rauchen einzuschränken oder gar dauerhaft aufzugeben", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven. Denn Rauchen sei weder Laster noch Leidenschaft, sondern eine Sucht. Und Süchtige benötigten professionelle Hilfe.

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