E-Sport

Der erste große Titel für Deutschland

E-Sportler „MoAuba“ macht Kasse.

Deutschland ist Weltmeister – in der Fußball-Simulation Fifa 19. Mohammed Harkous hat das Spiel zu seinem Beruf gemacht, seit Sonntag ist der Profi von Werder Bremen der erste deutsche Champion. In der Londoner Multifunktionsarena, wo sonst Musikstars oder die besten Tennisspieler der Welt ihr Saisonfinale ausspielen, gewann Mohammed „MoAuba“ Harkous das Endspiel gegen Titelverteidiger Mossad „Msdossary“ Aldossary aus Saudi-Arabien mit einem Gesamtergebnis von 3:2. Er darf sich über 250 000 Dollar (225 000 Euro) Preisgeld und ein neues Auto. Was mit dem Geld passieren wird? „Meine Familie hat das schon verplant. Meine Mutter und meine Schwestern haben schon alle Onlineshops leer gekauft, da wird für mich nichts übrig bleiben“, sagte Harkous lächelnd

Der Titel bedeute ihm sehr viel, „auch wenn es noch nicht real ist.“ Seit dem vorigen Jahr steht „MoAuba“ beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen unter Vertrag. Mit seinem Mannschaftskollegen Michael „MegaBit“ Bittner repräsentierte er Deutschland auch beim E-Nations Cup im April. Die beiden besten deutschen Fifa-Spieler zocken für Werder, und der Klub steht hinter seinen Investitionen in den E-Sport-Bereich. „Die Bedeutung des E-Sport ist bei Werder im Laufe des Jahres in vielen Bereichen gestiegen“, sagt Dominik Kupilas, der bei den Bremern für E-Sport verantwortlich ist.

Der Verein glaube an die Zukunft der Fifa-Branche, auch wenn die Bedeutung im Vergleich zu anderen E-Sport-Disziplinen, wie zum Beispiel dem weltweit wichtigsten Spiel League of Legends, noch gering ist. „Im Fifa-Bereich wurde dieses Jahr bei der WM ein Rekordgesamtpreisgeld von 500 000 US-Dollar ausgeschüttet“, sagt Kupilas. Das allein zeige, dass die Bedeutung steige. „Ich bin ganz sicher, dass es weiter in diese Richtung gehen wird“, betont er. (dpa/sid)

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